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Donnerstag, 25. Oktober 2012

Melancholia - So schön kann der Weltuntergang sein

Wer schon einmal einen Film von Lars von Trier gesehen hat, weiß, worauf er sich einlässt. Für mich war "Melancholia" aus dem Jahr 2011 der erste Film des dänischen Dogma-Regisseurs. Ich hatte aber eine Ahnung und konnte mir denken, dass ich mir ziemlich schwere Kost ausgesucht habe.

Darum geht es:
Hinter der Sonne hat sich ein kleiner Planet namens Melancholia versteckt, der sich nun auf Kollisionskurs mit der Erde befindet. Das Ende der Welt steht unmittelbar bevor. Vor diesem Hintergrund wird die Geschichte zweier Schwestern erzählt. Claire ist die vernünftige, familienorientierte, verantwortungsbewusste. Justine ist die charakterlich scheinbar Schwächere, die unter schweren Depressionen leidet. Justine heiratet am Anfang der Geschichte, die Hochzeit wird auf dem vornehmen Anwesen von Claire und ihrem Mann John gefeiert. Noch während der Feier fällt Justine zunehmend in ein tiefes Loch, möchte vor ihrer eigenen Hochzeit fliehen, stößt ihren frischgetrauten Ehemann vor den Kopf und bringt die Ehe zum Scheitern, noch bevor die Nacht vorbei ist. Im zweiten Teil des Films flieht die völlig am Boden zerstörte Justine in Claires Reich und schafft es, sich wieder zu fangen und eine Art neuen Lebensmut zu schöpfen, obwohl sie wie keine andere Person den unausweichlichen Weltuntergang vor Augen hat. Am Ende ist sie es, die der angsterfüllten Claire und deren verstörtem Sohn den letzten Trost spendet.

Pros und Contras:
Der Film ist in wunderschönen Bildern fotografiert. Die Anfangssequenz besteht nur aus in extrem langsamer Zeitlupe gehaltenen Momentaufnahmen, unterlegt mit klassischer, sehr dramatischer Musik. Kirsten Dunst spielt die schöne, zerbrechliche Justine mit großartiger Intensität. Sie strahlt und dominiert jede Szene, in der sie auftritt. Die Riege der Nebendarsteller wurde hochkarätig besetzt, unter anderem mit Kiefer Sutherland, Charlotte Gainsbourg und John Hurt. Die Location ist wunderschön in Szene gesetzt.
Anstrengend ist die Länge, in die viele Szenen gezogen wurden. In vielen Aufnahmen scheint sich nichts zu bewegen, die Protagonisten starren gedankenverloren in den Himmel. Auch die für Dogma-Filme typische verwackelte Handkameraführung, die bewusst amateurhaft draufhält und dadurch alles etwas authentischer wirken lassen soll, ist auf die Dauer anstrengend. Muss man mögen. Allerdings dominiert diese Art der Kameraführung nur den ersten Teil; der zweite Teil ist deutlich ruhiger.
"Melancholia" dauert gute zwei Stunden. Ich finde, das hätte man auch straffen können. Dennoch: Obwohl die erzählte Geschichte eigentlich aus nur ganz wenig Handlung, etwas Dialog mit viel Tiefgrund und vielen, bedeutungsschwangeren Blicken besteht, fesselte sie mich. Ich dachte die ganze Zeit: Irgendwie seltsam, aber ich muss wissen, wie das weitergeht. Und das, obwohl dem Zuschauer gleich in einer der ersten Aufnahmen der Anfangssequenz gezeigt wird, wie Melancholia die Erde trifft und zerstört und so das Ende vorwegnimmt. Die Kollision sieht dabei irritierenderweise so ästhetisch aus, dass ich dachte: So schön kann ein Weltuntergang sein.
Kritiker und Publikum liebten "Melancholia". Besonders Kirsten Dunst wurde mit Lobhudeleien für ihre Leistung überhäuft - zu Recht. Film, Regisseur und Darsteller wurden für etliche Preise nominiert und gewannen auch viele davon; so wurde Kirsten Dunst auf dem Filmfestival in Cannes, wo von Trier mit seinen Nazi-Anzüglichkeiten während einer Pressekonferenz für Aufregung sorgte, als beste Schauspielerin ausgezeichnet.

Fazit:
"Melancholia" lässt sich problemlos in die Riege der Weltuntergangsfilme einordnen. Trotzdem ist es kein typisches Desastermovie, denn nicht nur die Action fehlt. Das Ende der Welt spielt eine untergeordnete Rolle, es geht in erster Linie um die Beziehung zwischen Justine und Claire und um Justines "Reifung". In so mancher Internetdiskussion wurde die Behauptung in den Raum gestellt, bei Justine und Claire handele es sich um ein und dieselbe Person und die zwei Seiten ihres Charakters. Kann sein. In einem Film von Lars von Trier kann sowas durchaus sein.

Lieblingszitat:

"Die Welt ist schlecht. Wir müssen nicht um sie trauern." (Justine)

Ich gebe 4 von 5 melancholischen Planeten.

Freitag, 5. Oktober 2012

Sein Name ist Bond. James Bond.

James Bond ist ein weltweites Phänomen. Er ist Brite, er sieht gut aus, er ist clever und verdammt charmant. Er hat die Lizenz zum Töten. Er gewinnt am Ende jeden Kampf. Und natürlich kriegt er stets die heißesten Frauen ab. Einer, der bei beiden Geschlechtern gut ankommt. Die Männer wollen so sein wie er, die Frauen wollen, dass ihre Männer so sind wie er.

Quelle: totalfilm.com

Heute ist Global James Bond Day.

Warum? Weil vor genau 50 Jahren der allererste James-Bond-Film "James Bond jagt Dr. No" ins Kino kam. Seitdem wurden insgesamt 22 Filme über den coolsten Geheimagenten aller Zeiten gedreht. Der Ur-Bond ist Sean Connery, für viele bis heute der einzig wahre James Bond. Nach ihm kamen George Lazenby (die Eintagsfliege), Roger Moore (der Witzbold), Pierce Brosnan (der Dandy) und Daniel Craig (der Knallharte). Der Brite Craig war sehr umstritten, als bekannt wurde, dass er den neuen Bond spielt. Mittlerweile hat er aber Kritiker und Fans überzeugen können. Sein 007 ist definitiv der härteste Knochen in der Agentenriege.

IMDB.com hat eine Liste aller Bond-Filme veröffentlicht. Ich habe noch nicht alle gesehen, aber gerade die Filme mit Roger Moore kenne ich auswändig, denn die habe ich sehr oft als Kind geguckt und geliebt. Auch für mich ist und bleibt Sean Connery der "echte" James Bond; witzigerweise gefällt mir von ihm aber der nicht offizielle Teil "Sag niemals nie" am besten.

Bald kommt Film Nr. 23 in die Kinos. Er wird "Skyfall" heißen und Daniel Craig wird erneut als 007 antreten, die Welt zu retten. Nach ewiger Gerüchteküchenbrodelei wurde es vor kurzem offiziell bestätigt: Die britische Sängerin Adele wird den Titelsong zum neuesten Bond-Abenteuer "Skyfall" singen. Ich habe einen Link entdeckt, wo ihr euch den kompletten Song anhören könnt. Ich finde ihn Klasse. Er verarbeitet das bekannte Bond-Thema, ist sehr dramatisch und wird von Adeles toller Stimme veredelt. Ich liebe diesen Song schon nach einmal anhören.

Lauscht mal rein!


Freitag, 15. Juni 2012

Dark Shadows

Bildquelle: imdb.com

Ich bin neulich spontan ins Kino gegangen und habe mich für Tim Burtons Dark Shadows mit Johnny Depp entschieden.

Und nun bin ich hin und hergerissen. Meine Erwartungen an diesen Film waren ziemlich hoch. Ich meine: Burton + Depp + Grusel = Genial. Zumindest war das doch sonst immer so. Und der Trailer war ja auch so vielversprechend.


Aber der Film hat leider nur mäßig gehalten, was er versprochen hat. Johnny Depp als skurriler Blutsauger aus einer anderen Zeit wirkte an etlichen Stellen entweder zu albern oder zu wenig authentisch auf mich. Eher zu bemüht. Eva Green als seine hexenhafte Gegenspielerin sah oft nicht böse genug aus bzw. wirkte nicht böse genug. Ihre innere Zerrissenheit, weil sie das alles doch nur getan hat, weil sie Barnabas so sehr begehrt, kommt erst am Ende rüber, als klar ist, wer den Endkampf gewinnt.

Barnabas Familie wird zwar von allen Beteiligten recht ordentlich dargestellt und die komischen Kameraeinstellungen helfen sehr, die bizarre Situation zu unterstreichen. Aber so richtig ins Herz schließen konnte ich keinen von ihnen, nicht mal den kleinen David, der doch eigentlich ein süßer Junge ist. Und dann entpuppt sich eines der Familienmitglieder am Ende noch als Werwolf. Das fand ich dann richtig überflüssig und es hat der Handlung auch nicht genutzt, die hätte auch ohne dieses Gimmick auskommen können. Überhaupt, die Handlung. Die hätte ruhig turbulenter, schneller sein können. Sie verlief aber an vielen Stellen zu lahm und zögerlich.


Ich will nicht verschweigen, dass ich auch an einigen Stellen schmunzeln musste. Da gab es schon ein paar schöne komische Situationen und One-Liner und Depps Gesichtsausdruck war schon auch irgendwie bekloppt-lustig. Bisschen Blut, Grusel und Geister kommen auch vor und werden recht effektvoll in Szene gesetzt.

Nur leider habe ich das Gefühl, dass der Regisseur nicht mit dem Herzen dabei war. Selbst die über den Tod hinaus währende Liebesgeschichte zwischen Barnabas und Viktoria/Josette fühlte sich nicht echt an. Dass ich mit meinen persönlichen Eindrücken nicht alleine dastehe, zeigen zum Beispiel auch die Bewertungen und Rezensionen auf imdb.com.

Tja. Kann passieren. Einen einmaligen Ausrutscher verzeihe ich dem Burton-Depp-Gespann. Will hoffen, dass es bei diesem einen Patzer bleibt.

Stelldichein der Superhelden: Marvel's The Avengers

Bildquelle: imdb.com
Es ist schon wieder über einen Monat her, seit ich mich im Kino von diesem gigantischen Superheldenfilm beeindrucken ließ. Höchste Zeit, meine Eindrücke hier noch einmal festzuhalten.
In einem Satz: Marvel's The Avengers war schönstes Popcorn-Kino ganz nach meinem Geschmack!
Meine Befürchtung war ja, dass die ganzen Superhelden sich gegenseitig die Show stehlen. Regisseur Joss Whedon hat das aber ganz geschickt gelöst. Anfangs werden die verschiedenen Typen erstmal rekrutiert, mal mehr, mal weniger freiwillig. Wenn sie dann aufeinander treffen, kriegen sie sich in die Wolle, verhauen sich gegenseitig ordentlich und streiten wie trotzige Kindergartenkinder. Es muss dann erst die "Guten" so richtig in die Breitseite treffen, damit sie sich endlich zusammenraufen und lernen, zusammenzuarbeiten.

Jeder Held kriegt seinen persönlichen Auftritt, wobei natürlich jemand wie der vorlaute Iron Man oder der gigantische Hulk mehr auffällt. Den meiner Meinung nach spektakulärsten Erstauftritt im Film hatte ja mein Lieblingsavenger Thor. Springt mal eben auf ein fliegendes Flugzeug, schnappt seinen bösen Stiefbruder Loki und verschwindet durch die offene Ladeklappe im freien Fall, ohne auch nur ein Wort zu verlieren. Tja, so etwas können eben nur Superhelden. Es gibt spannende Zweikämpfe, eine Alieninvasion, die sich gewaschen hat, jede Menge cooler Sprüche und es geht verdammt viel kaputt. Findige Experten hatten nachgerechnet, wie viel Geld es gekostet hätte, Manhattan wieder aufzubauen, hätte die Schlacht der Avengers gegen die Aliens in unserer realen Welt stattgefunden: 160 Milliarden Dollar wären nötig gewesen. Wer wohl die Rechnung gekriegt hätte? S.H.I.E.L.D. Boss Nick Fury? Tony Stark? Oder aufgeteilt auf alle Avengers?

Bildquelle: geektyrant.com
Wer noch gucken gehen mag (in vielen Kinos läuft er immer noch), der möge sich die Zeit nehmen und den Abspann anschauen, denn danach gibt es noch eine kurze Szene, die auf die Fortsetzung hindeutet.

Überhaupt: der Grundstein für eine erfolgreiche Superhelden-Filmreihe ist definitiv gelegt. Ein noch nicht allzu aussagekräftiger Eintrag existiert jedenfalls schon in der Datenbank von imdb.com. Nicht nur die Schauspieler, auch der Regisseur Joss Whedon sollen dem Marvel-Universum erhalten bleiben. Die Gerüchteküche brodelt und diskutiert unter anderem, ob im nächsten Avengers-Film auch Spiderman mit von der Partie sein wird. Möglich wäre das, und darüberhinaus tummeln sich noch eine Menge anderer interessanter Superhelden im Marvel-Universum, die bestimmt gern das Team von Iron Man, Hulk und Co. verstärken würden.

Die Wartezeit können sich Fans zum Beispiel mit dem Sammeln sehr detailgetreu gestalteter Actionfiguren versüßen. Oder sie schauen sich bis dahin eines der Einzelabenteuer von ihren Lieblingshelden an, zum Beispiel den dritten Iron Man Film, der derzeit gedreht wird.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Nachgeholt: Inglourious Basterds

Es gibt eine Menge Filme, die ich noch nicht kenne, weil ich sie im Kino verpasst habe und zu bequem war, sie mir auf anderem Wege zu beschaffen. Dann laufen sie endlich im Fernsehen, und ich hole sie nach. Da bleibe ich auch gern länger wach und verzichte auf Schlaf. So geschehen gestern Nacht am 01. Mai. Das extra lange Wachbleiben hat sich voll gelohnt, denn auf RTL lief Inglourious Basterds. Was für ein geiler Film!

Für mich ist dies einer der besten Filme, die Quentin Tarantino bisher gemacht hat. Das Darsteller-Ensemble war große Klasse, von Brad Pitt über Daniel Brühl, Diane Kruger, Til Schweiger, Eli Roth bis zum genialen Christoph Waltz, der den Oscar völlig verdient gewonnen hat.

Die Story selbst war irrwitzig, um es mit einem Wort zu beschreiben.

Kurze Inhaltsangabe (mit leichten Spoilern):
Während des zweiten Weltkriegs will sich die SS-Elite inklusive Führer in einem kleinen Pariser Kino bei der Weltpremiere ihres neuesten Propaganda-Streifens "Stolz der Nation" feiern. Davon kriegt auch die Guerilla-Truppe der Basterds Wind, die den Auftrag erhalten, während der Vorführung den Laden in die Luft zu jagen und den Krieg damit auf einen Schlag zu beenden. Die Basterds sind eine Gruppe von gnadenlosen jüdisch-amerikanischen Nazijägern, die ihre Opfer skalpieren. Sie werden angeführt von dem Halbindianer (!) Aldo Rain, gespielt von Brad Pitt, der mit seinem Schnauzer schön fies aussieht (ich finde ja, Pitt ist immer dann am besten, wenn seine Filmfiguren Scheiße aussehen, hihi).
Die Kinobesitzerin Shozanna hat ihre eigene Rechnung mit den Nazis zu begleichen, war Hans "Judenjäger" Landa (Waltz) doch für das Massaker an ihrer Familie verantwortlich, das sie als Einzige überlebte. Sie will ihr Kino mitsamt allen Gästen anzünden. Beide Pläne laufen parallel und keine der Parteien weiß voneinander.
Auf dem Weg zum großen Finale läuft einiges schief, doch am Ende fügt sich alles perfekt ineinander. Ich verrate jetzt einfach mal, dass der Plan irgendwie doch aufgeht und dass Hans Landa eine bitterböse Abreibung erhält.

Ich persönlich saß am Ende mit aufgerissenem Mund vor meinem Fernseher und staunte und freute mich zugleich über dieses abgefahrene Finale im brennenden Kinosaal! Die ganze Machart fand ich wieder genial. Musik, die an die großen alten Western erinnert, kurze Rückblenden, um das Gesagte aus dem Off zu verstärken (fand ich besonders Klasse bei der Einführung von Til Schweigers Charakter), kurz angehaltene Bilder, um die Namen der Protagonisten effekthascherisch einzublenden und in vielen Szenen eine gewisse Portion übertriebener Gesten und Gesichtsausdrücke, die aber nie fehl am Platze wirken. Eben ein richtiger Tarantino-Streifen.

Welche Szene mich aber am meisten umgehauen hat, war die Eröffnungssequenz, in der Christoph Waltz einen französischen Milchbauern besucht und ihn auf diabolisch-gerissene Art über den Verbleib einer jüdischen Nachbarfamilie verhört.

Ganz großes Kino. Gibt von mir 5 von 5 frischen Skalps.

(Bild: imdb.com)

Dienstag, 17. April 2012

Ausblick: The Odd Life of Timothy Green

Jennifer Garner feiert heute ihren 40. Geburtstag. Da gratuliere ich doch mal an dieser Stelle herzlich.
Aus diesem Anlass schaute ich einmal nach, was denn bei der Alias-Agentin eigentlich aktuell so los ist.
Man kann so sagen: In den letzten Jahren war es etwas ruhig um sie geworden. Seit 2005 ist sie ja mit Ben Affleck, ihrem Filmpartner aus Daredevil, verheiratet und hat mit ihm drei Kinder. Ich könnte verstehen, wenn sie dem Familienglück den Vorrang gegeben hat und deshalb weniger aktiv im Filmgeschäft war. Aber sie kommt wieder, und zwar mit einem sehr interessant klingenden neuen Filmprojekt.
Schauen wir kurz zurück:
Jennifer Garner wurde also vor 40 Jahren in Houston geboren. Sie wuchs in Charleston, West Virginia, auf. Jahrelang trainierte sie als Kind Ballett. Ihr Vater arbeitete als Chemiker. Vielleicht hat sie deshalb erst einmal ein Chemiestudium begonnen, das sie dann aber zu Gunsten der Schauspielerei aufgab.
Ihren Durchbruch als international gefeierter Star hatte sie in der Rolle der CIA-Agentin Sydney Bristow in der erfolgreichen TV-Serie Alias - Die Agentin, die auch hierzulande sehr gut lief, mir persönlich aber immer etwas zu ernst war. Für diese Rolle erhielt sie etliche Nominierungen, unter anderem mehrfach für den Emmy Award und den Golden Globe, den sie auch einmal gewann.
Ich mochte sie sehr in der Komödie "30 über Nacht". Da war sie auf natürliche Weise süß und sehr, sehr lustig. Sie kann aber auch ernst. Mir blieb sie als verzweifelte kinderlose Frau in Erinnerung, die das Baby der schwangeren Juno in der gleichnamigen Tragikomödie adoptieren wollte.
Im vergangenen Jahr drehte sie immerhin zwei Filme: die Komödie Butter über einen Butter-Bildhauer-Wettstreit (ja!) und die Komödie Arthur, in der Russell Brand gegen seinen Willen mit ihr verlobt wird.
Viel interessanter finde ich aber den Film, den sie zuletzt gedreht hat, und auf den will ich jetzt kommen. Der fertig gestellte Film, der im November 2012 in die deutschen Kinos kommen soll, heißt The Odd Life of Timothy Green und ist eine Mischung aus Komödie, Drama und Fantasy. Wieder einmal mimt Mrs. Garner eine Frau, die zusammen mit ihrem Mann so gern ein Kind haben möchte, aber keines kriegen kann. Die beiden schreiben alle Wünsche, die sie an ihr Traumkind haben, auf Zettel, tun sie in eine Box und vergraben diese im Garten hinterm Haus. Am nächsten Morgen finden sie einen mit Erde beschmierten Jungen vor, der sie als seine Eltern bezeichnet. Timothy ist aber weit mehr als nur ein ungewöhnliches Kind. Ist er die Erfüllung ihrer im Garten vergrabenen Wünsche?
Der Trailer kann zum Beispiel auf imdb.com angeschaut werden. Ich finde ihn sehr schön gemacht. Regie führt übrigens Peter Hedges, der seinerzeit das Drehbuch für den wundervollen Film Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa schrieb und auch für diesen Film das Drehbuch verfasst hat. Klar, es ist eine Disney Produktion, also müssen wir uns auf eine Menge Herzschmerz und wohl auch Kitsch gefasst machen. Aber die Grundidee klingt so märchenhaft und Jennifer Garner wirkt schon in den wenigen Augenblicken im Trailer mit ihrer Zerbrechlichkeit und Verzweiflung so authentisch, dass ich wirklich Lust darauf habe, diesen Film auch zu sehen.
Mehr Infos zum Film auf imdb.com und auf wikipedia.org.
(Bild: imdb.com)

Montag, 12. März 2012

DVD Review - "Cloverfield"

Im Jahr 2008 entstand unter der Regie von Matt Reeves ein Film, der das relativ junge Horrorfilmgenre namens „Found Footage“ auf eine ganz neue Ebene hob. Bei Found-Footage-Filmen ist die Prämisse stets dieselbe: Eine Zeit nach den im Film gezeigten Ereignissen wird privates Filmmaterial gefunden, das diese Ereignisse auf äußerst verwackelte, beinahe dilettantische Weise dokumentiert und von Personen gefilmt wurde, die das Ganze aus der ersten Reihe miterlebt und oft genug nicht überlebt haben. Berühmtes Beispiel hierfür ist einer der ersten Filme dieses Genres, „Blairwitch Project“.
Bei „Cloverfield“ nun handelt es sich um Monsterhorror erster Klasse. Die Handlung lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen: Fünf junge Menschen erleben während einer Party in Manhattan, wie nachts ein gigantisches Ungetüm dem Meer entsteigt und die Stadt New York auseinandernimmt. Sie filmen alles mit ihrer Digitalkamera, die sie fast die ganze Zeit mitlaufen lassen, während sie im allgemeinen Chaos versuchen, von der Großstadtinsel zu entkommen.
Wenn man erst einmal akzeptiert, dass der „Kameramann“ Hud tatsächlich die Nerven hat, permanent mitzufilmen, egal, ob er gerade von einer einstürzenden Brücke flieht, in einem U-Bahn-Tunnel von fiesen Kreaturen angegriffen wird oder in einer der Highlight-Szenen des Films dem Monster persönlich in die Augen schaut, macht der Film einfach großen Spaß und lässt das Ganze wirklich sehr echt wirken.
Die Schauspieler wirken so, als hätten sie kein richtiges Wort-für-Wort-Drehbuch gehabt, sondern nur ungefähre Anweisungen für die einzelnen Szenen, damit sie dann die Dialoge improvisieren konnten. Die Kamera wackelt und ruckelt und springt zwischendurch auch mal zu ruhigen Szenen zwischen Hauptdarsteller Rob und seiner Ex-Flamme Beth, die zuvor mit dieser Kamera aufgenommen worden sind. Das macht nervös und es fällt dem Zuschauer teilweise doch schwer, dem Bild zu folgen, doch dadurch wirkt alles noch viel lebensechter und beklemmender.
Einige Szenen erinnern auf gespenstische Weise an die Ereignisse des 11. Septembers 2001, etwa wenn sich die überraschten Partygäste in einen Laden flüchten, während draußen dichte Wolken aus Staub und Trümmern vorbeirauschen.
Eines meiner persönlichen Highlights passiert gleich in den ersten Szenen, wenn der Terror losgeht: Das Monster reißt der Freiheitsstatue den Kopf ab und schleudert ihn einmal quer durch die Straßenschluchten, wo er direkt vor den Augen der entsetzten Zeugen zu liegen kommt. Kaum zu glauben, dass dieser Kopf im Nachhinein digital hineinmontiert wurde.
Die besondere Perspektive, die zum Erzählen der Geschichte gewählt wurde, hat ihre Nachteile. Es bleiben viele Fragen offen. So erfährt man an keiner Stelle des Films, woher das Monster kommt, was es ist und ob es eine Möglichkeit gibt, es zu vernichten. Selbst die Soldaten, mit denen die Hauptfiguren irgendwann zusammentreffen, sind ratlos und können nur zugeben, dass sie keine Ahnung haben, wie sie es besiegen sollen. Doch eigentlich stören diese Punkte nicht sehr, sie fördern das Gefühl des Zuschauers, auf gewisse Weise mittendrin zu sein.
Ich mag diesen Film auch deshalb so sehr, weil er ein fieses Ende hat. Nicht alle Protagonisten überleben bis zum Ende und selbst bei den Überlebenden fragt man sich, ob und wie lange sie es wohl noch geschafft haben werden. Was „Cloverfield“ darüber hinaus so großartig macht, ist sein Monster. Ich habe noch nie ein hässlicheres Monster in dieser Größe in einem Monsterfilm gesehen. Über den gesamten Film wird es immer nur in Ausschnitten gezeigt oder in besonders verwackelten Szenen angedeutet. Erst gegen Ende gibt es besagte Szene, in der Kameramann Hud dem Monster seine Kamera direkt in die abscheuliche Visage hält, bevor er… naja.
Ich habe mir den Film auf DVD in einer wunderschönen Metallbox mit Reliefcover geholt. In den relativ üppig ausgefallenen Extras erfährt man einiges über die Entstehung des Films, des Monsters und der Wirkung von viralem Marketing. „Cloverfield“ ist einer jener Filme, die schon während ihres Entstehens einen wahren Hype im Internet ausgelöst haben. Zu verdanken ist dies auch Produzent J.J. Abrams, dem Schöpfer von „Lost“ und Regisseur von „Super 8“. Abrams liebt es einfach, durch gezielt gestreute Informationen und Fehlinformationen die Fans anzuheizen und sie zu den abenteuerlichsten Mutmaßungen über die tatsächliche Story des Films zu verleiten.
„Cloverfield“ hat auf imdb.com für einen Monsterhorrorfilm eine erstaunlich gute Wertung von derzeit 7.3 (von 10) erhalten. Ich persönlich habe ihm sogar eine 9.0 gegeben. Der Film wurde auch für verschiedene Preise nominiert und hat unter anderem den „Saturn Award“ als bester Science Fiction Film 2008 gewonnen.
Weil so viele Fragen am Ende des Films offen blieben, hat man wohl erkannt, dass genug gutes Material für eine Fortsetzung vorhanden ist. Jedenfalls gibt es auf imdb.com bereits einen Eintrag unter „Untitled Cloverfield Sequel“, bei dem wieder Matt Reeves als Regisseur gesetzt ist. Mehr ist noch nicht bekannt. Ich werde das aber verfolgen, weil mich ein Sequel in diesem Fall definitiv interessiert.
(Bild: imdb.com)

Montag, 21. November 2011

Kurz zusammengefasst - Neulich auf Sky Cinema

Ich habe dank eines Unfalls einen fast zwei Wochen langen Aufenthalt im Krankenhaus verbringen "dürfen". Eines der wenigen guten Dinge an dieser ganzen Geschichte war der Umstand, dass die Patientenfernseher über Sky Cinema verfügten. Das habe ich als Filmfan voll ausgenutzt und so viele Filme gesehen, die ich noch nicht kannte, dass ich schon gar nicht mehr alle aufzählen kann. Ein paar Highlights habe ich heute für euch herausgesucht.



Cool, brutal, ein toller Gerard Butler, die Story erinnert streckenweise sehr an "Running Man" mit Arnold Schwarzenegger, aber sie ist sehr cool und temporeich in Szene gesetzt worden. Hinzu kommt, dass das in dem Film ebenfalls dargestellte Spiel "Society" extrem an Second Life erinnert - an die sexlastige, extreme Seite. Mit dem Unterschied, dass die Spieler keine virtuellen Avatare steuern, sondern echte Menschen, die ihr Geld damit verdienen, ihre Körper durch das Spiel steuern zu lassen und alles zu tun, was ihre durchgeknallten Steuereinheiten sie machen lassen.


Ich habe nun auch den Facebook-Film gesehen und ich fand ihn ganz gut. Jesse Eisenberg als Mark Zuckerberg ist perfekt. Ist Zuckerberg eigentlich so eine Art Autist, der mit menschlichen Gefühlen ein Problem hat? So kam er streckenweise im Film rüber. Als wenn ihm die menschlichen Seiten seines "Projektes" im Prinzip egal waren.


Also das war wieder so ein Hammer-Film ganz nach meinem Geschmack. Regie führte Robert Rodriguez und der Held wird von Danny Trejo dargestellt. Trejo ist so eine Art Latino-Ron-Perlman. Irgendwie hässlich, aber mit einem Talent und einer Ausstrahlung gesegnet, die es absolut glaubhaft erscheinen lassen, dass selbst so heiße Latino-Bräute wie Jessica Alba und Michelle Rodriguez, die beide wichtige Nebenrollen im Film bekleiden, auf ihn abfahren. Eine der besten Szenen ist das Finale, in dem jeder auf jeden ballert und alle dabei so dermaßen cool aussehen, dass sie gern ewig so weitermachen können. Lindsay Lohan spielt auch mit, quasi eine Karikatur ihrer selbst und dabei sehr glaubwürdig. Robert De Niro ist als schmieriger Politiker auch nicht zu vergessen. Am Ende kriegt jeder sein Fett weg. Ich hatte selten solchen Spaß bei einem Film mit einem so hohen Body Count. In einem Blog hat mal jemand akribisch mitgezählt und nach Todesursache und Todesverursacher aufgedröselt --> Machete Body Count


Das ist dieser Horrorfilm über zwei Wissenschaftler, die mit Genexperimenten ein neues Wesen erschaffen. Statt es zu töten, als noch Zeit dazu ist, entscheiden sie, es zu verstecken und aufzuziehen. Ein fataler Fehler, denn das auf elfenhaft-außerirdische Weise attraktive Mädchen verfügt nicht nur über einen ganz außergewöhnlichen Charme, sondern auch über tückische Waffen und sie verfolgt ein Ziel: sich zu vermehren. Ich habe leider die letzten zwei Minuten nicht mehr gesehen, weil da die Schwester mit ihrer Thrombose-Spritze dazwischen kam. So weiß ich nicht, ob es nach dem Showdown auf der Ranch noch einen entscheidenden Twist gab bzw. einen Hinweis auf eine mögliche Fortsetzung. Ich fand den Film jedenfalls ziemlich spannend und kann ihn durchaus empfehlen.

Das war's erstmal. Wenn mir noch mehr Filme einfallen, dann kriegt ihr dazu auch noch eine kurze Bewertung.

Bis denn dann!

Dienstag, 13. September 2011

Nix Neues im Westen - Hollywood setzt weiter auf bekannte Stoffe

Aus Hollywood erreichen uns in letzter Zeit ja fast nur noch Nachrichten über Remakes, Sequels & Co. Ich habe hier einmal drei Beispiele herausgefischt - die Liste ist noch viel länger.


Von wegen "Es kann nur einen geben". Im Frühjahr 2012 sollen die Dreharbeiten beginnen. Auf dem Regiestuhl wird Juan Carlos Fresnadillo ("28 Weeks Later") Platz nehmen. Welche Darsteller in den Hauptrollen zu sehen sein werden, ist noch nicht bekannt. Das Original aus dem Jahr 1986 ist ein absoluter Lieblingsfilm von mir. Ich sehe diesem Remake mit großen Zweifeln entgegen, denn der "echte" Highlander hatte drei Highlights: Christopher Lambert, Sean Connery und die Filmmusik von Queen. Wie man das toppen möchte, frage ich mich natürlich.


Das Original aus dem Jahr 1988 war der Brüller: Michael Keaton als untoter Fiesling, der das frisch verstorbene Ehepaar Geena Davis und Alec Baldwin drangsaliert, die genug damit zu tun haben, dass in ihrem Haus, in dem sie noch spuken, extrem spleenige neue Bewohner eingezogen sind. "Schön beschissen gebastelt!"

Nun also soll auch dieser Klassiker der Horrorkomödie durch den Remake-Fleischwolf gedreht werden. OK, es soll eher ein Sequel werden - die Story soll den Ereignissen aus dem Originalfilm folgen und die Geschichte weiterspinnen. Regie und Darsteller stehen noch nicht fest, auch gibt es noch keinen Termin für den Start der Dreharbeiten. Angekündigt wurde lediglich, dass Autor Seth Grahame-Smith das Drehbuch schreiben wird. Das immerhin stimmt mich etwas optimistisch, denn Grahame-Smith ist ein Schriftsteller mit völlig abgedrehten Ideen. Aus seiner Feder stammen zum Beispiel die Romane "Stolz und Vorurteil und Zombies" oder "Abraham Lincoln: Vampire Hunter" (beide werden verfilmt).


Das Original ist gerade mal 20 Jahre alt. Da war es doch klar, dass es Zeit wird für ein Remake, nicht wahr? Im Original infiltrierte Keanu Reeves als Undercover FBI-Agent eine Surfergang um Anführer Patrick Swayze, die sich auf Bankraub spezialisiert hatte. Actiongeladen und mittlerweile ein ziemlicher Kultfilm. Die Macher des Remakes versprechen, die Spannung und Stimmung des Originals erneut zu erreichen und mit neuen Twists und Settings aufzupolieren. Wozu auch immer. Ich glaube hier fest an einen sicheren Flop.

Freitag, 29. April 2011

Thor - Ein Hammer-Film

Ich hatte es geahnt: Ich habe zu lange gezögert und abgewartet, bis mal wieder Zeit für einen Kinobesuch sein würde und kann nun leider meine zwei Favoriten Sucker Punch und Battle L.A. nicht mehr gucken. Als Alternative bot sich Thor an. Ich hatte meine Zweifel. Die Geschichte basiert auf einem Comic aus dem Hause Marvel, der hierzulande eher wenig bekannt ist und erzählt vom nordischen Donnergott Thor, dessen Waffe ein furchteinflößender... Hammer ist. Naja...

Aber: Ich ließ mich von der Tatsache überzeugen, dass Shakespeare-Fan Kenneth Branagh Regie geführt hat und dass Natalie Portman, gerade erst mit dem Oscar geadelt, die weibliche Hauptrolle spielt. Also Kinokarte gekauft, 3D-Brille aufgesetzt (neuerdings wohl Standard bei Filmen mit viel Special Effects und Action) und Thor geguckt.

Worum geht es überhaupt? Also da haben wir König Odin, das Oberhaupt der Asen, die weit draußen im Universum an einem fantastischen Ort leben, von wo aus sie die "Neun Welten" beschützen, zu denen auch unsere Erde, von den Asen "Midgard" genannt, zählt. Er hat zwei Söhne: Loki und Thor. Beide würden gern den Thron besteigen, wenn Odin abdankt und der charismatische Thor soll den Zuschlag erhalten. Doch mitten in seine Inthronisierung platzt ein Angriff der bösen Eisriesen, deren grimmiger König Laufey seit Ewigkeiten nach einem Weg sucht, sich für den Sieg der Asen über die Eisriesen zu rächen. Thor sucht zusammen mit seinen Kampfgefährten die Konfrontation auf der Welt der Eisriesen, und nur Odins rechtzeitiges Eingreifen verhindert schlimmere Verluste, doch kann auch er nicht den Beginn eines neuen Krieges verhindern. Er nimmt Thor sein unüberlegtes Handeln und seine Arroganz dermaßen übel, dass er ihn entmachtet, ihm seinen Hammer wegnimmt (in der Tat eine mächtige, eindrucksvolle Waffe) und ihn auf die Erde verbannt, wo er Buße tun soll, bevor ihm wieder erlaubt wird, nach Hause zurückzukehren. Diese Gelegenheit nutzt sein gerissener Bruder Loki aus und versucht, die Macht im Königreich an sich zu reißen. Auf der Erde ist Thor ziemlich hilflos, doch direkt bei seiner Ankunft läuft er der Wissenschaftlerin Jane (Natalie Portman) über den Weg - oder besser gesagt: in ihr Auto. Sie hilft ihm und weil Thor so verdammt gut aussieht und trotz seiner Eigenheiten extrem charmant ist, kommt es schließlich dazu, dass sie... na ihr könnt es euch denken.

Mehr will ich auch gar nicht ausplaudern. Was soll ich sagen? Ich hatte eine Menge Spaß. Um die Story zu verstehen, muss man weder die Comicvorlage kennen noch Ahnung von der Götterwelt der nordischen Völker haben. Und man sollte nicht so wahnsinnig viel Logik und Tiefsinn erwarten, dann passt es.

Kenneth Branagh hat es gut gemeistert, die shakespeareske Sprache der Asen und deren pompöse Lebensweise auf die eher nüchterne, schlicht-moderne Welt der Menschen prallen zu lassen. Das Design von Asgard ist außerordentlich beeindruckend, dagegen wirken die Szenen im irdischen New Mexico fast ein bisschen blass. Insgesamt bietet der Film alles, was es braucht, um eine Comicadaption mit Blockbusterpotential zu produzieren: Ein paar namhafte Nebendarsteller (Anthony Hopkins als Odin, Stellan Skarsgard als Janes Kollege), tolle Filmsets, ordentlich Krabumm und Powow, gut choreografierte Kämpfe, furchterregende Monster, hübsche Frauen, ein paar nette Oneliner und sogar eine fast ein bisschen ans Herz gehende Bruder-/Vater-Konfliktstory. All dem voran aber hat Thor vor allem eines: einen unglaublich sympathischen Hauptdarsteller mit einem wirklich sehr, sehr, sehr gut gebauten Körper - so sollen Götter aussehen! Er wirkt in seiner Rolle, als sei sie ihm auf den Leib geschrieben worden. Chris Hemsworth ist noch ein Newcomer in Hollywood, doch ich bin mir sicher, dass sich das ändern wird.

Schön ist, dass Thor damit nicht nur die Möglichkeiten einer oder zweier Fortsetzungen offenstehen könnten. Er wird mit diesem Film auch als Teammitglied der Avengers eingeführt, zu denen andere namhafte Comichelden aus dem Hause Marvel zählen, zum Beispiel Iron Man, Captain America und Hulk.

Von mir gibt es 4 von 5 Hämmern - lass' krachen, Thor!

(Bild: imdb.com)

Donnerstag, 28. April 2011

Fright Night kriegt ein Remake

Fright Night - Die rabenschwarze Nacht ist einer meiner liebsten Vampirfilme. Es ist eigentlich eine Komödie, aber dennoch enthält der Film genug Grusel- und Schockmomente sowie ausreichend Filmblut, um zu Recht dem Horrorgenre zugeordnet zu werden.

Erzählt wird die Geschichte von dem Teenager Charlie Brewster, der herausfindet, dass sein neuer Nachbar in Wahrheit ein frauenmordender Vampir ist. Leider kriegt der Vampir schon bald mit, dass Charlie sein Geheimnis kennt...

Dieser tolle Film aus dem Jahre 1985 kriegt nun ein Remake. Einen ersten Trailer kann man sich schon auf YouTube ansehen. Die Rolle des Charlie spielt jetzt ein junger Mann namens Anton Yelchin, ein 22jähriger gebürtiger Russe, dessen Filmografie noch nicht allzu lang, aber fein ist. Es stehen auch ein paar interessante neue Projekte auf seiner Liste, zum Beispiel wird er in einem weiteren Star Trek Sequel die Rolle des Pavel Chekov übernehmen. Der vampirische Nachbar Jerry Dandridge wird von Colin Farrell verkörpert. Der hat ja schon einige große Rollen gespielt, ein Vampir gehörte bisher noch nicht zu seinem Repertoire.

Ich weiß noch nicht, ob ich es gut oder schlecht finden soll, dass mein geliebtes Fright Night neuverfilmt worden ist. Grundsätzlich habe ich nichts gegen Remakes, wenn sie es schaffen, mich genauso zu verzaubern wie das Original und diesem noch eine gewisse neue Note hinzufügen. Ob diese Verfilmung es schaffen wird, den Zauber des Originals neu zu erfinden? Wir werden sehen. Der Filmstart in Deutschland ist für November 2011 vorgesehen.

Mittwoch, 23. März 2011

Hollywood hat seine letzte Diva verloren

Die Schauspielerin Elizabeth Taylor verstarb heute im Alter von 79 in Los Angeles. Sie war während der letzten Jahre gesundheitlich sehr angeschlagen und hatte zuletzt mehrere Krankenhausaufenthalte aufgrund von Herzproblemen und so weiter hinter sich bringen müssen.
Die Taylor gehörte zu den schillerndsten Stars, die Hollywood jemals hervorgebracht hat. Schon mit 9 Jahren stand sie zum ersten Mal vor der Kamera. Zu ihren größten Filmen gehören "Cleopatra" und "Wer hat Angst vor Virginia Woolf", für den sie den zweiten Oscar ihrer Karriere erhielt.
Berühmt wurde die Diva aber wohl auch für ihr Privatleben, in dem sie unter anderem acht Mal vor den Traualtar trat, davon zweimal mit Schauspielerkollege Richard Burton.
Ihr Tod markiert in gewisser Weise das Ende einer Ära, wie es auf Cinemablend.com so treffend beschrieben wird. Das sehe ich auch so: In ihre Liga muss erst einmal jemand aufsteigen, bevor wir über eine würdige Nachfolgerin nachdenken können.
Ruhe in Frieden, Liz...



(Bild: cinemablend.com)

Montag, 14. März 2011

Tipp: "Die Stadt der Blinden"

Bei Stadt der Blinden handelt es sich um eine Verfilmung eines Romans von José Saramango. Das Buch kenne ich leider nicht, hole das aber bestimmt noch nach, denn den Film fand ich krass-genial.
Die Story: Plötzlich wird ein Mann am Steuer seines Wagens mitten in der Rush Hour blind. Er bleibt nicht der Einzige. Die Blindheit ist eine hoch ansteckende Krankheit und binnen kurzer Zeit sind viele Menschen plötzlich blind. Um die Bevölkerung vor der Epidemie zu schützen, werden die Betroffenen in eine Art ausrangiertes Krankenhaus eingesperrt und sich selbst überlassen. Schnell kristallisieren sich Gruppen heraus und der Kampf um die Vorherrschaft entbrennt, während die Seuche draußen weiter um sich greift. Mitten drin ist die Frau eines Augenarztes, phantastisch dargestellt von Julianne Moore, die als Einzige - warum auch immer - immun ist. Sie ist auch in dem Lager interniert, es weiß jedoch niemand, dass sie sehen kann...

Der Film packte mich und hat mich teilweise richtiggehend schockiert und zum Nachdenken angeregt. Sehr realistisch verfilmt, wenige Actionszenen, die dann aber extrem beklemmend rüberkommen, inklusive einer äußerst verstörenden Massenvergewaltigungsszene.

Absolut empfehlenswert, wenn auch schwer verdaulich.

Die Stadt der Blinden; O: Blindness; Regie: Fernando Mereilles; Darsteller: Julianne Moore, Mark Ruffalo


Foto: cinema.de

Sonntag, 27. Februar 2011

Der seltsame Fall des Benjamin Button

Der seltsame Fall des Benjamin Button ist ein Brad-Pitt-Film, obwohl Pitt vielleicht so richtig in knapp der Hälfte des Films zu sehen ist. Am Anfang ist er ein mit Hilfe von CGI etc. stark gealtertes Männlein und am Ende wird sein Charakter von Kindern, Kleinkindern und schließlich einem Baby dargestellt. Das liegt in der Natur der Sache, denn die Filmfigur Benjamin Button ist deshalb so ein seltsamer Fall, weil er alt geboren wird und jung stirbt. Der Film basiert auf einer Kurzgeschichte von F. Scott Fitzgerald, die lange Zeit als unverfilmbar galt, was sich mit der Einführung der modernen CGI- und Make-up Effekte aber als nicht mehr zutreffend erwies.
Der Film wurde gerade auf Pro 7 gezeigt und ich kannte ihn bis dato noch nicht, also war das meine erste Wahl für den Sonntagabend.
Ich mag Filme, die ein ganzes Leben umspannen. Die Geschichte, die hier erzählt wird, fühlt sich sehr echt und authentisch an. Ich kann verstehen, dass er für so viele Oscars nominiert war, von denen er auch drei gewann, leider nicht in den Königskategorien. David Fincher, der schon mit Pitt die Kultfilme "Fight Club" und "Sieben" gedreht hatte, hat auch hier wieder ein wundervolles Meisterwerk abgeliefert, das berührt und verzaubert. Von den Darstellern war ich durch die Bank weg überzeugt und Cate Blanchett gefällt mir hier sehr viel besser mit ihren roten Haaren als damals mit weißblonder Mähne in "Herr der Ringe" :-)
Meine persönliche Wertung: 5 von 5 Sternen.
(Foto: imdb.com)

Freitag, 4. Februar 2011

Das hatte ich schon lange vor

Ich liebe Kino. Ich liebe Spielfilme. Ich schreibe gern.
Das kann man doch eigentlich super verbinden. Endlich habe ich die Zeit gefunden und diesen neuen Blog ins Leben gerufen.
Hier wird es um alles gehen, was mich an der großen weiten Welt des Films fasziniert und interessiert. Es geht um neue Filmprojekte ebenso wie um Klassiker, um ganz große Blockbuster ebenso wie um kleine Filmperlen, die es einfach verdient haben, erwähnt zu werden. Es geht um die großen Hollywoodstars und ebenso um die nicht ganz so bekannten Nebendarsteller und aufsteigenden Stars.
Hier wird es Lobhudeleien und ebenso Kritiken geben.
Alles aus meiner ganz persönlichen Sicht.
Viel Spaß!