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Dienstag, 17. April 2012

Ausblick: The Odd Life of Timothy Green

Jennifer Garner feiert heute ihren 40. Geburtstag. Da gratuliere ich doch mal an dieser Stelle herzlich.
Aus diesem Anlass schaute ich einmal nach, was denn bei der Alias-Agentin eigentlich aktuell so los ist.
Man kann so sagen: In den letzten Jahren war es etwas ruhig um sie geworden. Seit 2005 ist sie ja mit Ben Affleck, ihrem Filmpartner aus Daredevil, verheiratet und hat mit ihm drei Kinder. Ich könnte verstehen, wenn sie dem Familienglück den Vorrang gegeben hat und deshalb weniger aktiv im Filmgeschäft war. Aber sie kommt wieder, und zwar mit einem sehr interessant klingenden neuen Filmprojekt.
Schauen wir kurz zurück:
Jennifer Garner wurde also vor 40 Jahren in Houston geboren. Sie wuchs in Charleston, West Virginia, auf. Jahrelang trainierte sie als Kind Ballett. Ihr Vater arbeitete als Chemiker. Vielleicht hat sie deshalb erst einmal ein Chemiestudium begonnen, das sie dann aber zu Gunsten der Schauspielerei aufgab.
Ihren Durchbruch als international gefeierter Star hatte sie in der Rolle der CIA-Agentin Sydney Bristow in der erfolgreichen TV-Serie Alias - Die Agentin, die auch hierzulande sehr gut lief, mir persönlich aber immer etwas zu ernst war. Für diese Rolle erhielt sie etliche Nominierungen, unter anderem mehrfach für den Emmy Award und den Golden Globe, den sie auch einmal gewann.
Ich mochte sie sehr in der Komödie "30 über Nacht". Da war sie auf natürliche Weise süß und sehr, sehr lustig. Sie kann aber auch ernst. Mir blieb sie als verzweifelte kinderlose Frau in Erinnerung, die das Baby der schwangeren Juno in der gleichnamigen Tragikomödie adoptieren wollte.
Im vergangenen Jahr drehte sie immerhin zwei Filme: die Komödie Butter über einen Butter-Bildhauer-Wettstreit (ja!) und die Komödie Arthur, in der Russell Brand gegen seinen Willen mit ihr verlobt wird.
Viel interessanter finde ich aber den Film, den sie zuletzt gedreht hat, und auf den will ich jetzt kommen. Der fertig gestellte Film, der im November 2012 in die deutschen Kinos kommen soll, heißt The Odd Life of Timothy Green und ist eine Mischung aus Komödie, Drama und Fantasy. Wieder einmal mimt Mrs. Garner eine Frau, die zusammen mit ihrem Mann so gern ein Kind haben möchte, aber keines kriegen kann. Die beiden schreiben alle Wünsche, die sie an ihr Traumkind haben, auf Zettel, tun sie in eine Box und vergraben diese im Garten hinterm Haus. Am nächsten Morgen finden sie einen mit Erde beschmierten Jungen vor, der sie als seine Eltern bezeichnet. Timothy ist aber weit mehr als nur ein ungewöhnliches Kind. Ist er die Erfüllung ihrer im Garten vergrabenen Wünsche?
Der Trailer kann zum Beispiel auf imdb.com angeschaut werden. Ich finde ihn sehr schön gemacht. Regie führt übrigens Peter Hedges, der seinerzeit das Drehbuch für den wundervollen Film Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa schrieb und auch für diesen Film das Drehbuch verfasst hat. Klar, es ist eine Disney Produktion, also müssen wir uns auf eine Menge Herzschmerz und wohl auch Kitsch gefasst machen. Aber die Grundidee klingt so märchenhaft und Jennifer Garner wirkt schon in den wenigen Augenblicken im Trailer mit ihrer Zerbrechlichkeit und Verzweiflung so authentisch, dass ich wirklich Lust darauf habe, diesen Film auch zu sehen.
Mehr Infos zum Film auf imdb.com und auf wikipedia.org.
(Bild: imdb.com)

Dienstag, 13. September 2011

Nix Neues im Westen - Hollywood setzt weiter auf bekannte Stoffe

Aus Hollywood erreichen uns in letzter Zeit ja fast nur noch Nachrichten über Remakes, Sequels & Co. Ich habe hier einmal drei Beispiele herausgefischt - die Liste ist noch viel länger.


Von wegen "Es kann nur einen geben". Im Frühjahr 2012 sollen die Dreharbeiten beginnen. Auf dem Regiestuhl wird Juan Carlos Fresnadillo ("28 Weeks Later") Platz nehmen. Welche Darsteller in den Hauptrollen zu sehen sein werden, ist noch nicht bekannt. Das Original aus dem Jahr 1986 ist ein absoluter Lieblingsfilm von mir. Ich sehe diesem Remake mit großen Zweifeln entgegen, denn der "echte" Highlander hatte drei Highlights: Christopher Lambert, Sean Connery und die Filmmusik von Queen. Wie man das toppen möchte, frage ich mich natürlich.


Das Original aus dem Jahr 1988 war der Brüller: Michael Keaton als untoter Fiesling, der das frisch verstorbene Ehepaar Geena Davis und Alec Baldwin drangsaliert, die genug damit zu tun haben, dass in ihrem Haus, in dem sie noch spuken, extrem spleenige neue Bewohner eingezogen sind. "Schön beschissen gebastelt!"

Nun also soll auch dieser Klassiker der Horrorkomödie durch den Remake-Fleischwolf gedreht werden. OK, es soll eher ein Sequel werden - die Story soll den Ereignissen aus dem Originalfilm folgen und die Geschichte weiterspinnen. Regie und Darsteller stehen noch nicht fest, auch gibt es noch keinen Termin für den Start der Dreharbeiten. Angekündigt wurde lediglich, dass Autor Seth Grahame-Smith das Drehbuch schreiben wird. Das immerhin stimmt mich etwas optimistisch, denn Grahame-Smith ist ein Schriftsteller mit völlig abgedrehten Ideen. Aus seiner Feder stammen zum Beispiel die Romane "Stolz und Vorurteil und Zombies" oder "Abraham Lincoln: Vampire Hunter" (beide werden verfilmt).


Das Original ist gerade mal 20 Jahre alt. Da war es doch klar, dass es Zeit wird für ein Remake, nicht wahr? Im Original infiltrierte Keanu Reeves als Undercover FBI-Agent eine Surfergang um Anführer Patrick Swayze, die sich auf Bankraub spezialisiert hatte. Actiongeladen und mittlerweile ein ziemlicher Kultfilm. Die Macher des Remakes versprechen, die Spannung und Stimmung des Originals erneut zu erreichen und mit neuen Twists und Settings aufzupolieren. Wozu auch immer. Ich glaube hier fest an einen sicheren Flop.

Freitag, 29. April 2011

Thor - Ein Hammer-Film

Ich hatte es geahnt: Ich habe zu lange gezögert und abgewartet, bis mal wieder Zeit für einen Kinobesuch sein würde und kann nun leider meine zwei Favoriten Sucker Punch und Battle L.A. nicht mehr gucken. Als Alternative bot sich Thor an. Ich hatte meine Zweifel. Die Geschichte basiert auf einem Comic aus dem Hause Marvel, der hierzulande eher wenig bekannt ist und erzählt vom nordischen Donnergott Thor, dessen Waffe ein furchteinflößender... Hammer ist. Naja...

Aber: Ich ließ mich von der Tatsache überzeugen, dass Shakespeare-Fan Kenneth Branagh Regie geführt hat und dass Natalie Portman, gerade erst mit dem Oscar geadelt, die weibliche Hauptrolle spielt. Also Kinokarte gekauft, 3D-Brille aufgesetzt (neuerdings wohl Standard bei Filmen mit viel Special Effects und Action) und Thor geguckt.

Worum geht es überhaupt? Also da haben wir König Odin, das Oberhaupt der Asen, die weit draußen im Universum an einem fantastischen Ort leben, von wo aus sie die "Neun Welten" beschützen, zu denen auch unsere Erde, von den Asen "Midgard" genannt, zählt. Er hat zwei Söhne: Loki und Thor. Beide würden gern den Thron besteigen, wenn Odin abdankt und der charismatische Thor soll den Zuschlag erhalten. Doch mitten in seine Inthronisierung platzt ein Angriff der bösen Eisriesen, deren grimmiger König Laufey seit Ewigkeiten nach einem Weg sucht, sich für den Sieg der Asen über die Eisriesen zu rächen. Thor sucht zusammen mit seinen Kampfgefährten die Konfrontation auf der Welt der Eisriesen, und nur Odins rechtzeitiges Eingreifen verhindert schlimmere Verluste, doch kann auch er nicht den Beginn eines neuen Krieges verhindern. Er nimmt Thor sein unüberlegtes Handeln und seine Arroganz dermaßen übel, dass er ihn entmachtet, ihm seinen Hammer wegnimmt (in der Tat eine mächtige, eindrucksvolle Waffe) und ihn auf die Erde verbannt, wo er Buße tun soll, bevor ihm wieder erlaubt wird, nach Hause zurückzukehren. Diese Gelegenheit nutzt sein gerissener Bruder Loki aus und versucht, die Macht im Königreich an sich zu reißen. Auf der Erde ist Thor ziemlich hilflos, doch direkt bei seiner Ankunft läuft er der Wissenschaftlerin Jane (Natalie Portman) über den Weg - oder besser gesagt: in ihr Auto. Sie hilft ihm und weil Thor so verdammt gut aussieht und trotz seiner Eigenheiten extrem charmant ist, kommt es schließlich dazu, dass sie... na ihr könnt es euch denken.

Mehr will ich auch gar nicht ausplaudern. Was soll ich sagen? Ich hatte eine Menge Spaß. Um die Story zu verstehen, muss man weder die Comicvorlage kennen noch Ahnung von der Götterwelt der nordischen Völker haben. Und man sollte nicht so wahnsinnig viel Logik und Tiefsinn erwarten, dann passt es.

Kenneth Branagh hat es gut gemeistert, die shakespeareske Sprache der Asen und deren pompöse Lebensweise auf die eher nüchterne, schlicht-moderne Welt der Menschen prallen zu lassen. Das Design von Asgard ist außerordentlich beeindruckend, dagegen wirken die Szenen im irdischen New Mexico fast ein bisschen blass. Insgesamt bietet der Film alles, was es braucht, um eine Comicadaption mit Blockbusterpotential zu produzieren: Ein paar namhafte Nebendarsteller (Anthony Hopkins als Odin, Stellan Skarsgard als Janes Kollege), tolle Filmsets, ordentlich Krabumm und Powow, gut choreografierte Kämpfe, furchterregende Monster, hübsche Frauen, ein paar nette Oneliner und sogar eine fast ein bisschen ans Herz gehende Bruder-/Vater-Konfliktstory. All dem voran aber hat Thor vor allem eines: einen unglaublich sympathischen Hauptdarsteller mit einem wirklich sehr, sehr, sehr gut gebauten Körper - so sollen Götter aussehen! Er wirkt in seiner Rolle, als sei sie ihm auf den Leib geschrieben worden. Chris Hemsworth ist noch ein Newcomer in Hollywood, doch ich bin mir sicher, dass sich das ändern wird.

Schön ist, dass Thor damit nicht nur die Möglichkeiten einer oder zweier Fortsetzungen offenstehen könnten. Er wird mit diesem Film auch als Teammitglied der Avengers eingeführt, zu denen andere namhafte Comichelden aus dem Hause Marvel zählen, zum Beispiel Iron Man, Captain America und Hulk.

Von mir gibt es 4 von 5 Hämmern - lass' krachen, Thor!

(Bild: imdb.com)

Mittwoch, 23. März 2011

Hollywood hat seine letzte Diva verloren

Die Schauspielerin Elizabeth Taylor verstarb heute im Alter von 79 in Los Angeles. Sie war während der letzten Jahre gesundheitlich sehr angeschlagen und hatte zuletzt mehrere Krankenhausaufenthalte aufgrund von Herzproblemen und so weiter hinter sich bringen müssen.
Die Taylor gehörte zu den schillerndsten Stars, die Hollywood jemals hervorgebracht hat. Schon mit 9 Jahren stand sie zum ersten Mal vor der Kamera. Zu ihren größten Filmen gehören "Cleopatra" und "Wer hat Angst vor Virginia Woolf", für den sie den zweiten Oscar ihrer Karriere erhielt.
Berühmt wurde die Diva aber wohl auch für ihr Privatleben, in dem sie unter anderem acht Mal vor den Traualtar trat, davon zweimal mit Schauspielerkollege Richard Burton.
Ihr Tod markiert in gewisser Weise das Ende einer Ära, wie es auf Cinemablend.com so treffend beschrieben wird. Das sehe ich auch so: In ihre Liga muss erst einmal jemand aufsteigen, bevor wir über eine würdige Nachfolgerin nachdenken können.
Ruhe in Frieden, Liz...



(Bild: cinemablend.com)