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Dienstag, 17. Juli 2012

Rezension: Ice Age 4 - Voll verschoben

Witzigerweise ist der vierte Teil der Eiszeit-Saga erst am vergangenen Wochenende in den USA gestartet, während er hier bei uns schon seit zwei Wochen läuft. Dafür hat Ice Age 4 - Continental Drift direkt den amerikanischen Box-Office-Thron erobert und darf sich zugleich über mehrheitlich positive Kritiken freuen.
Foto: Twentieth Century Fox Film Corporation


Auch ich fand den Film wieder herrlich! Am Wochenende war ich mit meinen Kindern drin, und sie waren ganz aufgeregt, weil es für sie ihr erster Kinofilm in 3D "mit den komischen Brillen" war. Übrigens: Wir waren im Cinemaxx und das hat 3D-Brillen in Kindergröße, was ich sehr angenehm fand. Im Cinemaxx gab es zu allem Überfluss auch noch ein Kids-Menü im Ice-Age-Style, das aus einer großen Box Popcorn, einem Softdrink im 0,75-Liter-Becher zum Wiederverwenden, einer Figur aus dem Film zum Sammeln und einem kleinen passend bedruckten Fußball bestand. Diese Box kostete dann aber auch gleich 9,50 EUR. Natürlich musste ich sie kaufen, und zwar doppelt für meine zwei kleinen Begleiter, die das total cool fanden.

Aber nun zum Film! Worum geht es in Teil 4? Aaaalso: Mammut Manfred und seine Frau Elli führen ein ruhiges Leben. Ihre Sorge gilt Tochter Peaches, die am Ende von Teil 3 das Licht der Welt erblickte und hier nun als Halbwüchsige die typischen Probleme eines Teenagers durchlebt. Doch dann passiert die Katastrophe: Ganze Kontinente fangen an, sich zu verschieben und auch die Landmasse, auf der Manni, Sid, Diego & Co. leben, ist davon betroffen. Schuld an dem großen "Continental Drift" ist übrigens Scrat, das durchgeknallte Urzeiteichhörnchen, das wie immer auf der Jagd nach seiner Nuss ist.

Foto: Ich :-)
Jedenfalls verschlägt es Manni, Sid und Diego sowie Sids schrullige Oma, einen der neuen Charaktere im Film, auf eine vom Land abgetrennte Eisscholle, die ins offene Meer hinaustreibt. Der Film erzählt nun, welche Gefahren die Freunde überwinden müssen, um wieder zu ihren Lieben zurück zu finden und was Elli, Peaches und die anderen Tiere an Land erleben, während sie vor dem anrückenden Hochplateau flüchten.

Wir machen Bekanntschaft mit der wilden Piratenbande um den fiesen Captain Utan, einen Urzeitaffen, wir erleben, wie Peaches den Unterschied zwischen Oberflächlichkeit und wahrer Freundschaft lernt, wir lachen uns tot über Sids Oma und deren unglaubliches Haustier Precious und wir dürfen uns für Säbelzahntiger Diego freuen, der nun endlich auch eine attraktive, ebenbürtige Partnerin findet. Selbstverständlich erleben wir auch wieder die total abgefahrenen Abenteuer von Einzelgänger Scrat - zum Schreien komisch!

Der Film ist schnell, sehr witzig, voller Action und lustiger, schräger Charaktere. Die kleinen Hamsterviecher auf der abgelegenen Insel sind zum Niederknien süß und sorgen vor dem Kampf gegen die Piraten für eine der besten Filmparodien seit langem - Freunde von Ritter- und Mittelalterfilmen werden sofort erkennen, welches Werk hier verschaukelt wird. ;-)

Ich kann euch Ice Age 4 nur empfehlen, denn dem Charme und Humor seiner Vorgänger steht er in nichts nach.


Dienstag, 13. September 2011

Nix Neues im Westen - Hollywood setzt weiter auf bekannte Stoffe

Aus Hollywood erreichen uns in letzter Zeit ja fast nur noch Nachrichten über Remakes, Sequels & Co. Ich habe hier einmal drei Beispiele herausgefischt - die Liste ist noch viel länger.


Von wegen "Es kann nur einen geben". Im Frühjahr 2012 sollen die Dreharbeiten beginnen. Auf dem Regiestuhl wird Juan Carlos Fresnadillo ("28 Weeks Later") Platz nehmen. Welche Darsteller in den Hauptrollen zu sehen sein werden, ist noch nicht bekannt. Das Original aus dem Jahr 1986 ist ein absoluter Lieblingsfilm von mir. Ich sehe diesem Remake mit großen Zweifeln entgegen, denn der "echte" Highlander hatte drei Highlights: Christopher Lambert, Sean Connery und die Filmmusik von Queen. Wie man das toppen möchte, frage ich mich natürlich.


Das Original aus dem Jahr 1988 war der Brüller: Michael Keaton als untoter Fiesling, der das frisch verstorbene Ehepaar Geena Davis und Alec Baldwin drangsaliert, die genug damit zu tun haben, dass in ihrem Haus, in dem sie noch spuken, extrem spleenige neue Bewohner eingezogen sind. "Schön beschissen gebastelt!"

Nun also soll auch dieser Klassiker der Horrorkomödie durch den Remake-Fleischwolf gedreht werden. OK, es soll eher ein Sequel werden - die Story soll den Ereignissen aus dem Originalfilm folgen und die Geschichte weiterspinnen. Regie und Darsteller stehen noch nicht fest, auch gibt es noch keinen Termin für den Start der Dreharbeiten. Angekündigt wurde lediglich, dass Autor Seth Grahame-Smith das Drehbuch schreiben wird. Das immerhin stimmt mich etwas optimistisch, denn Grahame-Smith ist ein Schriftsteller mit völlig abgedrehten Ideen. Aus seiner Feder stammen zum Beispiel die Romane "Stolz und Vorurteil und Zombies" oder "Abraham Lincoln: Vampire Hunter" (beide werden verfilmt).


Das Original ist gerade mal 20 Jahre alt. Da war es doch klar, dass es Zeit wird für ein Remake, nicht wahr? Im Original infiltrierte Keanu Reeves als Undercover FBI-Agent eine Surfergang um Anführer Patrick Swayze, die sich auf Bankraub spezialisiert hatte. Actiongeladen und mittlerweile ein ziemlicher Kultfilm. Die Macher des Remakes versprechen, die Spannung und Stimmung des Originals erneut zu erreichen und mit neuen Twists und Settings aufzupolieren. Wozu auch immer. Ich glaube hier fest an einen sicheren Flop.