Seiten

Posts mit dem Label Fantasy werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Fantasy werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 3. Januar 2013

Nachgeholt: Cowboys & Aliens

Bild: Paramount Pictures
Den Film "Cowboys & Aliens" habe ich mir auf DVD zugelegt - als Belohnung für den erfolgreich abgeschlossenen NaNoWriMo 2012 (andere Geschichte).

Worum geht es? Ihr kommt nie drauf: um Cowboys und Aliens. Ja wirklich. Endlich mal ein Film, dessen Titel absolut hält, was er verspricht und noch eine Horde kampfwütiger Indianer oben drauf legt. Der Regisseur Jon Favreau, auch bekannt durch seine Iron-Man-Verfilmungen mit Robert Downey Jr., hat hier zwei Genres vermischt, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Mehr Crossover geht nicht.

In dem Film werden die Bewohner der abgehalfterten Goldgräbersiedlung Absolution irgendwo im wilden Westen der USA irgendwann Ende des 19. Jahrhunderts von bösartigen, unheimlichen Wesen in fliegenden Geräten angegriffen, die ihre Angehörigen entführen. Zunächst hält man die Fremden für Dämonen, denn mit den Begriffen Alien oder Außerirdischer konnte damals niemand etwas anfangen. Zur gleichen Zeit trifft Jake Lonagan in Absolution ein, nachdem er ohne Erinnerung daran, wer er ist und woher er kommt, mitten in der Prärie aufgewacht ist. Nur das seltsame Armband an seinem linken Handgelenk, das er nicht mehr abkriegt, gibt ihm einen Hinweis. Als es sich als die einzige effiziente Waffe entpuppt, die die Menschen gegen die Aliens einsetzen können, erkennt er, dass es zwischen ihm und diesen Wesen eine unheimliche Verbindung gibt und langsam kehrt die Erinnerung zurück.

Der Hauptdarsteller ist Daniel Craig, den meisten als James Bond bekannt. Er macht auch hier seine Sache sehr gut, ich als Zuschauerin leide mit ihm, wenn er sich an die schrecklichen Ereignisse erinnert, die dazu führten, dass er die Frau verliert, die er geliebt hat. Und Craig macht in Cowboy-Klamotten eine wahnsinnig gute Figur. Mein lieber Scholli. Zeitweise erinnert er an den jungen Clint Eastwood, der den wortkargen Fremden in den Spaghettiwestern zur Ikone gemacht hat. Sein Gegenspieler, der im Lauf der Geschichte zum Verbündeten wird, ist der gnadenlose Rinderbaron Dolarhyde, dargestellt von Harrison Ford, der als alter Kriegsheld und unbarmherziger Boss extrem gut rüberkommt. Olivia Wilde, den meisten aus der TV-Serie "Dr. House" bekannt, spielt die mysteriöse Ella, die mehr über die Aliens weiß, als sie zunächst zugibt und ein ganz eigenes Interesse daran hat, ihnen den Kampf anzusagen. In weiteren Nebenrollen glänzen unter anderem Sam Rockwell und Clancy Brown.

Der Film startet als beinharter Western im fast schon klassischen Stil und greift all jene Klischees auf, die das Genre prägen. Sämtliche Stereotypen, die wir aus so ziemlich jedem Western kennen, gibt es auch in Absolution. Doch als die Aliens angreifen, ihre Väter, Frauen und Söhne entführen, kommt die SciFi-Note hinzu, die Charaktere werden mit ungeahnten Konflikten konfrontiert, an denen sie wahlweise scheitern oder wachsen. Die Action entwickelt sich rasant. Verfolgungsjagden zwischen Pferden und Raumschiffen, Faustkämpfe zwischen Menschen und Aliens, Schießereien, bei denen die klassische Flinte auf die außerirdische Laserkanone trifft.

Ohne CGI geht auch hier nix, aber die Effekte sind glaubwürdig und natürlich in den Film eingebaut, ohne aufgesetzt zu wirken. Die Aliens sehen sehr hässlich aus und erinnern mit einigen Features durchaus an Ridley Scotts berühmtes HR-Giger-Alien. Die Viecher sind schnell, größer als Menschen und auch um einiges stärker. Sie haben sogar einen Grund, warum sie ausgerechnet im wilden Westen zu jener Zeit gelandet sind. Sie haben es aufs Gold abgesehen und bauen es mit ihrem gigantischen in die Erde getriebenen Raumschiff ab. Die Menschen, die sie entführen, dienen nur nebensächlich Forschungszwecken. In erster Linie scheinen sie den Aliens einfach nur gut zu schmecken. Uärgs.

Was mir noch gut gefiel, war der Soundtrack, der war wirklich sehr, sehr schön und passte perfekt zum Film.

Ich gebe diesem gelungenen Western-SciFi-Crossover-Machwerk 4 von 5 Goldnuggets!

Cowboys & Aliens auf Facebook

Mehr Infos auf IMDB.com

Sonntag, 30. Dezember 2012

Die Hüter des Lichts - Mal schnell kommentiert


Bild: riseoftheguardians.com
 Ich war heute mit meinen Buben in "Die Hüter des Lichts" und immer noch ganz verzaubert von diesem wunderschönen Märchen für Groß und Klein.

Darum geht es:

Die Kinder dieser Welt werden seit ewigen Zeiten von den sogenannten Hütern vor allem Bösen beschützt. Die Hüter - das sind der Weihnachtsmann, der Osterhase, die Zahnfee und der Sandmann. Jetzt bekommen sie es mit einer neuen Bedrohung zu tun. Pitch, der "Schwarze Mann" ist zurückgekehrt und will den Glauben der Kinder auf der ganzen Welt an Santa Claus und Co. austreiben, indem er ihnen Alpträume schickt und die Arbeit der Hüter sabotiert. Plötzlich holt die Zahnfee keine Milchzähne mehr ab, der Osterhase versteckt keine Eier mehr. So darf es nicht weitergehen. Denn wenn die Kinder nicht mehr an sie Glauben, verlieren die Hüter ihre Kraft.

Der Mann im Mond teilt ihnen mit, wer helfen kann: Jack Frost, der Geist des Winters, der nichts als Flausen im Kopf hat und sich seine Zeit damit vertreibt, die Menschen mit Schneestürmen und Blitzeis zu ärgern. Jack hat zunächst auch überhaupt keine Lust, den Hütern zu helfen. Doch in seinem Inneren sehnt er sich nur nach zwei Dingen: sich daran zu erinnern, wer er einst war, bevor er zu Jack Frost wurde und dass die Kinder endlich auch an ihn glauben. Als er erkennt, dass die Hüter ihm dabei helfen können, schließt er sich ihnen an und nimmt den Kampf gegen den bösartigen Pitch auf.

Mein Eindruck:

Zumindest am Anfang hätte man sich bei der Handlung und der Vorstellung der einzelnen Charaktere etwas mehr Zeit lassen können. Für sechsjährige ging das alles etwas zu schnell. Mehr kann ich aber nicht meckern. Die Geschichte ist zauberhaft in jeder Hinsicht. Die Machart ist perfekt ausgeführt, der 3D-Effekt nicht zu nervig, die Actionszenen nicht zu hektisch. Jeder Figur wurde mit viel Liebe und Feingefühl Leben eingehaucht. Die Stimmen passen bei jedem Charakter wie die Faust aufs Auge. Besonders der tätowierte, säbelschwingende Weihnachtsmann mit seinem russischen Akzent sorgt für so manchen Lacher, ebenso wie der coole Osterhase. Mein Lieblingscharakter war der Sandmann. Er ist die einzige Figur, die nicht spricht und doch sagen seine Gesten und mit Sand gemalten Bilder alles aus.

Dieser Film ist witzig, spannend, märchenhaft, ergreifend und packend, ohne auch nur ein einziges Mal in Kitsch abzugleiten. Weil er sowohl Weihnachten als auch Ostern und die Erlebnisse, die mit Zahnfee und Sandmann zusammenhängen, so geschickt miteinander verbindet, ist er kein Reiner Weihnachtsfilm - den kann man zu jeder Zeit des Jahres schauen.

Für mich einer der besten Animationsfilme der letzten Jahre und dabei so originell und schön, dass er hoffentlich schon bald zu einem echten Klassiker wird.

Ich gebe 5 von 5 weihnachtlich bemalten Ostereiern! :-)

Offizielle Website zu Rise of the Guardians

Filmseite auf imdb.com

Montag, 19. November 2012

Nachgeholt: Snow White & The Huntsman

Ich habe mir vor kurzem die Schneewittchen-Neuinterpretation auf DVD geholt und sie vor ein paar Tagen endlich angeschaut. Naja, was soll ich sagen? So ganz überzeugt bin ich nicht.

Ich fange vielleicht mal mit den Dingen an, die ich an diesem Film gut fand:

Ein Huntsman und sieben Zwerge
Bild: http://www.snowwhiteandthehuntsman.com/
Großartig ist Chris Hemsworth als der Huntsman. Ein Klasse Kerl, der auch völlig verdreckt noch sexy ist, der mit seiner Riesenaxt bestens umzugehen weiß und das Herz am rechten Fleck trägt. Außerdem wurde um seinen Charakter eine schöne Vorgeschichte gestrickt, die erklärt, warum er ist, wie er ist. Ich muss gestehen, ich habe den Film eigentlich nur seinetwegen angeschaut.
Charlize Theron als böse Königin Ravenna war wunderbar. Sie ist eine außergewöhnlich schöne Frau, der man gleichzeitig den bösen verdorbenen Charakter voll abnimmt. Sie trägt die tollsten Outfits und spielt die böse Königin mit perfekter Durchtriebenheit und mit Stolz. Auch hier fand ich schön, dass es eine Vorgeschichte gibt, die andeutet, was mit Ravenna in ihrer Kindheit passiert ist, dass am Ende diese böse Zauberin aus ihr wurde.
Interessant fand ich auch den Charakter des Bruders der bösen Königin. Der war so eine gebrochene Seele und zeitweise empfand ich Mitleid mit ihm, obwohl er doch eigentlich einer von den Bösen war. Und so richtig wurde mir nicht klar, welche Rolle er nun eigentlich spielte. Er war leider nur der Handlanger von Ravenna, jedoch kaum mehr.
Die Special Effects waren insgesamt recht gut, nur bei der Szene mit dem Troll, oder was das fürn Wesen an der Brücke war, merkte ich sofort, dass der Huntsman mit Luft kämpft und das Trollviech im Nachhinein in die Szene eingebaut wurde.

Ravenna auf dem Thron
Bild: http://www.snowwhiteandthehuntsman.com/
So. Nun zu den Dingen, die weniger gut gelungen sind:

Schwachstelle Nummer 1 ist für mich die Hauptdarstellerin. Kristen Stewart spielt Snow White mit demselben weltentrückten Gesichtsausdruck und diesen flehenden Augen wie in Twilight. Der Spiegel prophezeit der wirklich megatoll aussehenden Königin, dass ausgerechnet diese blasse, dünne Person mit den Segelohren und Stockbeinchen das wunderschönste Mädchen auf der Welt sein soll. Also da wäre ich auch beleidigt gewesen an Ravennas Stelle! Das war jedenfalls schon einmal sehr unglaubwürdig. Dann fand ich die Stewart auch schauspielerisch nicht so umwerfend. Sie spielte die Rolle ganz okay, aber nicht wirklich gut oder gar überragend. Besonders am Ende, wenn sie in dieser Rüstung steckt und einen auf Amazone macht, sieht sie aus, als würde sie sich gar nicht wohl fühlen in ihrer Rolle.
Schwachstelle Nummer 2: William, dargestellt von Sam Claflin. Er ist Snow Whites bester Freund aus Kindertagen, der immer noch in sie verknallt ist und einiges auf sich nimmt, um sie zu retten. Dabei hat sie seine Hilfe eigentlich gar nicht nötig, denn sie hat ja schon Chris Hemsworth, der sie beschützt. :-) Warum wurde der im Film eingebaut? Er war ja nicht mal derjenige, der sie aus diesem Apfelkoma wachküsst - das hat auch noch der Huntsman erledigt.

Überhaupt diese aufkeimende Dreiecksgeschichte zwischen Snow White, William und dem Huntsman - meine Schwachstelle Nummer 3. Diese Menage à trois wird ja eigentlich nur angedeutet, und es gibt auch keine Auflösung am Ende des Films, so als hofften die Macher, dass da noch eine Fortsetzung gedreht werden könnte (es wird tatsächlich ein Sequel gedreht - gruselig, nicht wahr?). Das hat mich so an Twilight erinnert. Ständig hängen die Charaktere, die Kristen Stewart spielt, zwischen zwei Typen. Doof. Aber ansonsten kam die Romantik und die Liebe in diesem Film, der doch eigentlich auf einem recht romantischen Märchen basiert, viel zu kurz, finde ich.
Schwachstelle Nummer 4 verteilt sich über den gesamten Film: Die Längen. Davon gibt es einige im Film. Den hätte man an vielen Stellen noch kürzen und straffen können, um die Spannung zu erhöhen, denn die sackte nach gut gemachten Actionszenen schnell wieder in den Keller. So einen richtigen Höhepunkt gab es im Prinzip auch gar nicht.

Snow White zähmt den Troll
Bild: http://www.snowwhiteandthehuntsman.com/
Schwachstelle Nummer 5: Ein Haufen Fabelwesen. Da kamen Feen vor, Trolle, ein Hirsch mit Megageweih und weiß-der-Geier was noch alles. Aber so eine richtige Funktion im Sinne, dass sie die Handlung vorantrieben, hatten sie alle nicht. Hätte man weglassen können. Stattdessen spielen die für das Originalmärchen so wichtigen sieben Zwerge nur eine Nebenrolle, die für kaum mehr als unlustige Scherze und ein bisschen Pseudo-Märchenwaldphilosophie herhalten dürfen.

Letzte Schwachstelle (Nummer 6) ist für mich die Sache mit dem Apfel. Da schickt die böse Königin erstmal scharenweise Soldaten und ihren eigenen Bruder ins Verderben, um Snow White zurückzuholen und geht dann plötzlich höchstpersönlich los? Und dann klappt das auch noch fast? Warum nicht gleich so? Das war mir nicht plausibel.

Ich höre an dieser Stelle mal auf, ich könnte sonst noch weiter meckern, aber ich habe keine Zeit :-)

Fazit:
Ein netter Fantasyfilm, der aber seine Längen hat, zu vollgestopft wurde mit überflüssigen Gimmicks und schon deshalb nicht auf ganzer Strecke überzeugt. Eine Fortsetzung brauche ich persönlich davon nicht.
Zweieinhalb von fünf Äpfeln (und zwei davon nur für Chris Hemsworth)!

Snow White ate the apple
Foto: http://www.snowwhiteandthehuntsman.com/


Freitag, 15. Juni 2012

Dark Shadows

Bildquelle: imdb.com

Ich bin neulich spontan ins Kino gegangen und habe mich für Tim Burtons Dark Shadows mit Johnny Depp entschieden.

Und nun bin ich hin und hergerissen. Meine Erwartungen an diesen Film waren ziemlich hoch. Ich meine: Burton + Depp + Grusel = Genial. Zumindest war das doch sonst immer so. Und der Trailer war ja auch so vielversprechend.


Aber der Film hat leider nur mäßig gehalten, was er versprochen hat. Johnny Depp als skurriler Blutsauger aus einer anderen Zeit wirkte an etlichen Stellen entweder zu albern oder zu wenig authentisch auf mich. Eher zu bemüht. Eva Green als seine hexenhafte Gegenspielerin sah oft nicht böse genug aus bzw. wirkte nicht böse genug. Ihre innere Zerrissenheit, weil sie das alles doch nur getan hat, weil sie Barnabas so sehr begehrt, kommt erst am Ende rüber, als klar ist, wer den Endkampf gewinnt.

Barnabas Familie wird zwar von allen Beteiligten recht ordentlich dargestellt und die komischen Kameraeinstellungen helfen sehr, die bizarre Situation zu unterstreichen. Aber so richtig ins Herz schließen konnte ich keinen von ihnen, nicht mal den kleinen David, der doch eigentlich ein süßer Junge ist. Und dann entpuppt sich eines der Familienmitglieder am Ende noch als Werwolf. Das fand ich dann richtig überflüssig und es hat der Handlung auch nicht genutzt, die hätte auch ohne dieses Gimmick auskommen können. Überhaupt, die Handlung. Die hätte ruhig turbulenter, schneller sein können. Sie verlief aber an vielen Stellen zu lahm und zögerlich.


Ich will nicht verschweigen, dass ich auch an einigen Stellen schmunzeln musste. Da gab es schon ein paar schöne komische Situationen und One-Liner und Depps Gesichtsausdruck war schon auch irgendwie bekloppt-lustig. Bisschen Blut, Grusel und Geister kommen auch vor und werden recht effektvoll in Szene gesetzt.

Nur leider habe ich das Gefühl, dass der Regisseur nicht mit dem Herzen dabei war. Selbst die über den Tod hinaus währende Liebesgeschichte zwischen Barnabas und Viktoria/Josette fühlte sich nicht echt an. Dass ich mit meinen persönlichen Eindrücken nicht alleine dastehe, zeigen zum Beispiel auch die Bewertungen und Rezensionen auf imdb.com.

Tja. Kann passieren. Einen einmaligen Ausrutscher verzeihe ich dem Burton-Depp-Gespann. Will hoffen, dass es bei diesem einen Patzer bleibt.

Stelldichein der Superhelden: Marvel's The Avengers

Bildquelle: imdb.com
Es ist schon wieder über einen Monat her, seit ich mich im Kino von diesem gigantischen Superheldenfilm beeindrucken ließ. Höchste Zeit, meine Eindrücke hier noch einmal festzuhalten.
In einem Satz: Marvel's The Avengers war schönstes Popcorn-Kino ganz nach meinem Geschmack!
Meine Befürchtung war ja, dass die ganzen Superhelden sich gegenseitig die Show stehlen. Regisseur Joss Whedon hat das aber ganz geschickt gelöst. Anfangs werden die verschiedenen Typen erstmal rekrutiert, mal mehr, mal weniger freiwillig. Wenn sie dann aufeinander treffen, kriegen sie sich in die Wolle, verhauen sich gegenseitig ordentlich und streiten wie trotzige Kindergartenkinder. Es muss dann erst die "Guten" so richtig in die Breitseite treffen, damit sie sich endlich zusammenraufen und lernen, zusammenzuarbeiten.

Jeder Held kriegt seinen persönlichen Auftritt, wobei natürlich jemand wie der vorlaute Iron Man oder der gigantische Hulk mehr auffällt. Den meiner Meinung nach spektakulärsten Erstauftritt im Film hatte ja mein Lieblingsavenger Thor. Springt mal eben auf ein fliegendes Flugzeug, schnappt seinen bösen Stiefbruder Loki und verschwindet durch die offene Ladeklappe im freien Fall, ohne auch nur ein Wort zu verlieren. Tja, so etwas können eben nur Superhelden. Es gibt spannende Zweikämpfe, eine Alieninvasion, die sich gewaschen hat, jede Menge cooler Sprüche und es geht verdammt viel kaputt. Findige Experten hatten nachgerechnet, wie viel Geld es gekostet hätte, Manhattan wieder aufzubauen, hätte die Schlacht der Avengers gegen die Aliens in unserer realen Welt stattgefunden: 160 Milliarden Dollar wären nötig gewesen. Wer wohl die Rechnung gekriegt hätte? S.H.I.E.L.D. Boss Nick Fury? Tony Stark? Oder aufgeteilt auf alle Avengers?

Bildquelle: geektyrant.com
Wer noch gucken gehen mag (in vielen Kinos läuft er immer noch), der möge sich die Zeit nehmen und den Abspann anschauen, denn danach gibt es noch eine kurze Szene, die auf die Fortsetzung hindeutet.

Überhaupt: der Grundstein für eine erfolgreiche Superhelden-Filmreihe ist definitiv gelegt. Ein noch nicht allzu aussagekräftiger Eintrag existiert jedenfalls schon in der Datenbank von imdb.com. Nicht nur die Schauspieler, auch der Regisseur Joss Whedon sollen dem Marvel-Universum erhalten bleiben. Die Gerüchteküche brodelt und diskutiert unter anderem, ob im nächsten Avengers-Film auch Spiderman mit von der Partie sein wird. Möglich wäre das, und darüberhinaus tummeln sich noch eine Menge anderer interessanter Superhelden im Marvel-Universum, die bestimmt gern das Team von Iron Man, Hulk und Co. verstärken würden.

Die Wartezeit können sich Fans zum Beispiel mit dem Sammeln sehr detailgetreu gestalteter Actionfiguren versüßen. Oder sie schauen sich bis dahin eines der Einzelabenteuer von ihren Lieblingshelden an, zum Beispiel den dritten Iron Man Film, der derzeit gedreht wird.

Dienstag, 17. April 2012

Ausblick: The Odd Life of Timothy Green

Jennifer Garner feiert heute ihren 40. Geburtstag. Da gratuliere ich doch mal an dieser Stelle herzlich.
Aus diesem Anlass schaute ich einmal nach, was denn bei der Alias-Agentin eigentlich aktuell so los ist.
Man kann so sagen: In den letzten Jahren war es etwas ruhig um sie geworden. Seit 2005 ist sie ja mit Ben Affleck, ihrem Filmpartner aus Daredevil, verheiratet und hat mit ihm drei Kinder. Ich könnte verstehen, wenn sie dem Familienglück den Vorrang gegeben hat und deshalb weniger aktiv im Filmgeschäft war. Aber sie kommt wieder, und zwar mit einem sehr interessant klingenden neuen Filmprojekt.
Schauen wir kurz zurück:
Jennifer Garner wurde also vor 40 Jahren in Houston geboren. Sie wuchs in Charleston, West Virginia, auf. Jahrelang trainierte sie als Kind Ballett. Ihr Vater arbeitete als Chemiker. Vielleicht hat sie deshalb erst einmal ein Chemiestudium begonnen, das sie dann aber zu Gunsten der Schauspielerei aufgab.
Ihren Durchbruch als international gefeierter Star hatte sie in der Rolle der CIA-Agentin Sydney Bristow in der erfolgreichen TV-Serie Alias - Die Agentin, die auch hierzulande sehr gut lief, mir persönlich aber immer etwas zu ernst war. Für diese Rolle erhielt sie etliche Nominierungen, unter anderem mehrfach für den Emmy Award und den Golden Globe, den sie auch einmal gewann.
Ich mochte sie sehr in der Komödie "30 über Nacht". Da war sie auf natürliche Weise süß und sehr, sehr lustig. Sie kann aber auch ernst. Mir blieb sie als verzweifelte kinderlose Frau in Erinnerung, die das Baby der schwangeren Juno in der gleichnamigen Tragikomödie adoptieren wollte.
Im vergangenen Jahr drehte sie immerhin zwei Filme: die Komödie Butter über einen Butter-Bildhauer-Wettstreit (ja!) und die Komödie Arthur, in der Russell Brand gegen seinen Willen mit ihr verlobt wird.
Viel interessanter finde ich aber den Film, den sie zuletzt gedreht hat, und auf den will ich jetzt kommen. Der fertig gestellte Film, der im November 2012 in die deutschen Kinos kommen soll, heißt The Odd Life of Timothy Green und ist eine Mischung aus Komödie, Drama und Fantasy. Wieder einmal mimt Mrs. Garner eine Frau, die zusammen mit ihrem Mann so gern ein Kind haben möchte, aber keines kriegen kann. Die beiden schreiben alle Wünsche, die sie an ihr Traumkind haben, auf Zettel, tun sie in eine Box und vergraben diese im Garten hinterm Haus. Am nächsten Morgen finden sie einen mit Erde beschmierten Jungen vor, der sie als seine Eltern bezeichnet. Timothy ist aber weit mehr als nur ein ungewöhnliches Kind. Ist er die Erfüllung ihrer im Garten vergrabenen Wünsche?
Der Trailer kann zum Beispiel auf imdb.com angeschaut werden. Ich finde ihn sehr schön gemacht. Regie führt übrigens Peter Hedges, der seinerzeit das Drehbuch für den wundervollen Film Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa schrieb und auch für diesen Film das Drehbuch verfasst hat. Klar, es ist eine Disney Produktion, also müssen wir uns auf eine Menge Herzschmerz und wohl auch Kitsch gefasst machen. Aber die Grundidee klingt so märchenhaft und Jennifer Garner wirkt schon in den wenigen Augenblicken im Trailer mit ihrer Zerbrechlichkeit und Verzweiflung so authentisch, dass ich wirklich Lust darauf habe, diesen Film auch zu sehen.
Mehr Infos zum Film auf imdb.com und auf wikipedia.org.
(Bild: imdb.com)

Freitag, 16. März 2012

Erster Trailer zu "Dark Shadows" - der neue Burton-Depp-Geniestreich

Zugegeben, man muss die Art und Weise mögen, auf die Tim Burton und sein Lieblingsschauspieler Johnny Depp Filme machen. Und man sollte kein Problem damit haben, dass sexy Depp seine Attraktivität einmal mehr hinter einer dicken Maske aus Make-up-Pampe versteckt.Wenn euch das also zusagt, dann hab ich was Schönes gefunden.
Moviereporter.de hat den ersten Trailer zum Vampirfilm "Dark Shadows" veröffentlicht. Ja, Johnny Depp spielt hier einen Vampir namens Barnabas, der einst von einer Hexe verflucht und dann lange Zeit in einem Sarg verbannt wurde, bevor er 1972 befreit wird und zu den Nachkommen seiner Familie zurückkehrt.
Wer hier blutrünstiges Spannungskino erwartet, ist ebenso falsch wie die, die sich Johnny als Twilight-Glitzer-Kuschelvampir erhoffen. Nein, dies ist ein Tim-Burton-Film. Burton, das ist der, der eigentlich fast immer total schräge, abgefahrene Geschichten verfilmt. Von ihm stammen solche Meisterwerke wie "Edward mit den Scherenhänden", "Big Fish", "Sweeney Todd" oder "Sleepy Hollow". Düster? Ja. Gruselig? Sicher, zumindest streckenweise. Klischee? Definitiv nein. Es sei denn, man nennt es das Burton-Klischee! :-)
Der Trailer ist total schräg, er hat einen tollen 70er Soundtrack, die Figuren scheinen alle äußerst skurril zu sein und Depp strahlt einfach!
(Bild: imdb.com)

Montag, 12. März 2012

DVD Review - "Cloverfield"

Im Jahr 2008 entstand unter der Regie von Matt Reeves ein Film, der das relativ junge Horrorfilmgenre namens „Found Footage“ auf eine ganz neue Ebene hob. Bei Found-Footage-Filmen ist die Prämisse stets dieselbe: Eine Zeit nach den im Film gezeigten Ereignissen wird privates Filmmaterial gefunden, das diese Ereignisse auf äußerst verwackelte, beinahe dilettantische Weise dokumentiert und von Personen gefilmt wurde, die das Ganze aus der ersten Reihe miterlebt und oft genug nicht überlebt haben. Berühmtes Beispiel hierfür ist einer der ersten Filme dieses Genres, „Blairwitch Project“.
Bei „Cloverfield“ nun handelt es sich um Monsterhorror erster Klasse. Die Handlung lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen: Fünf junge Menschen erleben während einer Party in Manhattan, wie nachts ein gigantisches Ungetüm dem Meer entsteigt und die Stadt New York auseinandernimmt. Sie filmen alles mit ihrer Digitalkamera, die sie fast die ganze Zeit mitlaufen lassen, während sie im allgemeinen Chaos versuchen, von der Großstadtinsel zu entkommen.
Wenn man erst einmal akzeptiert, dass der „Kameramann“ Hud tatsächlich die Nerven hat, permanent mitzufilmen, egal, ob er gerade von einer einstürzenden Brücke flieht, in einem U-Bahn-Tunnel von fiesen Kreaturen angegriffen wird oder in einer der Highlight-Szenen des Films dem Monster persönlich in die Augen schaut, macht der Film einfach großen Spaß und lässt das Ganze wirklich sehr echt wirken.
Die Schauspieler wirken so, als hätten sie kein richtiges Wort-für-Wort-Drehbuch gehabt, sondern nur ungefähre Anweisungen für die einzelnen Szenen, damit sie dann die Dialoge improvisieren konnten. Die Kamera wackelt und ruckelt und springt zwischendurch auch mal zu ruhigen Szenen zwischen Hauptdarsteller Rob und seiner Ex-Flamme Beth, die zuvor mit dieser Kamera aufgenommen worden sind. Das macht nervös und es fällt dem Zuschauer teilweise doch schwer, dem Bild zu folgen, doch dadurch wirkt alles noch viel lebensechter und beklemmender.
Einige Szenen erinnern auf gespenstische Weise an die Ereignisse des 11. Septembers 2001, etwa wenn sich die überraschten Partygäste in einen Laden flüchten, während draußen dichte Wolken aus Staub und Trümmern vorbeirauschen.
Eines meiner persönlichen Highlights passiert gleich in den ersten Szenen, wenn der Terror losgeht: Das Monster reißt der Freiheitsstatue den Kopf ab und schleudert ihn einmal quer durch die Straßenschluchten, wo er direkt vor den Augen der entsetzten Zeugen zu liegen kommt. Kaum zu glauben, dass dieser Kopf im Nachhinein digital hineinmontiert wurde.
Die besondere Perspektive, die zum Erzählen der Geschichte gewählt wurde, hat ihre Nachteile. Es bleiben viele Fragen offen. So erfährt man an keiner Stelle des Films, woher das Monster kommt, was es ist und ob es eine Möglichkeit gibt, es zu vernichten. Selbst die Soldaten, mit denen die Hauptfiguren irgendwann zusammentreffen, sind ratlos und können nur zugeben, dass sie keine Ahnung haben, wie sie es besiegen sollen. Doch eigentlich stören diese Punkte nicht sehr, sie fördern das Gefühl des Zuschauers, auf gewisse Weise mittendrin zu sein.
Ich mag diesen Film auch deshalb so sehr, weil er ein fieses Ende hat. Nicht alle Protagonisten überleben bis zum Ende und selbst bei den Überlebenden fragt man sich, ob und wie lange sie es wohl noch geschafft haben werden. Was „Cloverfield“ darüber hinaus so großartig macht, ist sein Monster. Ich habe noch nie ein hässlicheres Monster in dieser Größe in einem Monsterfilm gesehen. Über den gesamten Film wird es immer nur in Ausschnitten gezeigt oder in besonders verwackelten Szenen angedeutet. Erst gegen Ende gibt es besagte Szene, in der Kameramann Hud dem Monster seine Kamera direkt in die abscheuliche Visage hält, bevor er… naja.
Ich habe mir den Film auf DVD in einer wunderschönen Metallbox mit Reliefcover geholt. In den relativ üppig ausgefallenen Extras erfährt man einiges über die Entstehung des Films, des Monsters und der Wirkung von viralem Marketing. „Cloverfield“ ist einer jener Filme, die schon während ihres Entstehens einen wahren Hype im Internet ausgelöst haben. Zu verdanken ist dies auch Produzent J.J. Abrams, dem Schöpfer von „Lost“ und Regisseur von „Super 8“. Abrams liebt es einfach, durch gezielt gestreute Informationen und Fehlinformationen die Fans anzuheizen und sie zu den abenteuerlichsten Mutmaßungen über die tatsächliche Story des Films zu verleiten.
„Cloverfield“ hat auf imdb.com für einen Monsterhorrorfilm eine erstaunlich gute Wertung von derzeit 7.3 (von 10) erhalten. Ich persönlich habe ihm sogar eine 9.0 gegeben. Der Film wurde auch für verschiedene Preise nominiert und hat unter anderem den „Saturn Award“ als bester Science Fiction Film 2008 gewonnen.
Weil so viele Fragen am Ende des Films offen blieben, hat man wohl erkannt, dass genug gutes Material für eine Fortsetzung vorhanden ist. Jedenfalls gibt es auf imdb.com bereits einen Eintrag unter „Untitled Cloverfield Sequel“, bei dem wieder Matt Reeves als Regisseur gesetzt ist. Mehr ist noch nicht bekannt. Ich werde das aber verfolgen, weil mich ein Sequel in diesem Fall definitiv interessiert.
(Bild: imdb.com)

Dienstag, 13. September 2011

Nix Neues im Westen - Hollywood setzt weiter auf bekannte Stoffe

Aus Hollywood erreichen uns in letzter Zeit ja fast nur noch Nachrichten über Remakes, Sequels & Co. Ich habe hier einmal drei Beispiele herausgefischt - die Liste ist noch viel länger.


Von wegen "Es kann nur einen geben". Im Frühjahr 2012 sollen die Dreharbeiten beginnen. Auf dem Regiestuhl wird Juan Carlos Fresnadillo ("28 Weeks Later") Platz nehmen. Welche Darsteller in den Hauptrollen zu sehen sein werden, ist noch nicht bekannt. Das Original aus dem Jahr 1986 ist ein absoluter Lieblingsfilm von mir. Ich sehe diesem Remake mit großen Zweifeln entgegen, denn der "echte" Highlander hatte drei Highlights: Christopher Lambert, Sean Connery und die Filmmusik von Queen. Wie man das toppen möchte, frage ich mich natürlich.


Das Original aus dem Jahr 1988 war der Brüller: Michael Keaton als untoter Fiesling, der das frisch verstorbene Ehepaar Geena Davis und Alec Baldwin drangsaliert, die genug damit zu tun haben, dass in ihrem Haus, in dem sie noch spuken, extrem spleenige neue Bewohner eingezogen sind. "Schön beschissen gebastelt!"

Nun also soll auch dieser Klassiker der Horrorkomödie durch den Remake-Fleischwolf gedreht werden. OK, es soll eher ein Sequel werden - die Story soll den Ereignissen aus dem Originalfilm folgen und die Geschichte weiterspinnen. Regie und Darsteller stehen noch nicht fest, auch gibt es noch keinen Termin für den Start der Dreharbeiten. Angekündigt wurde lediglich, dass Autor Seth Grahame-Smith das Drehbuch schreiben wird. Das immerhin stimmt mich etwas optimistisch, denn Grahame-Smith ist ein Schriftsteller mit völlig abgedrehten Ideen. Aus seiner Feder stammen zum Beispiel die Romane "Stolz und Vorurteil und Zombies" oder "Abraham Lincoln: Vampire Hunter" (beide werden verfilmt).


Das Original ist gerade mal 20 Jahre alt. Da war es doch klar, dass es Zeit wird für ein Remake, nicht wahr? Im Original infiltrierte Keanu Reeves als Undercover FBI-Agent eine Surfergang um Anführer Patrick Swayze, die sich auf Bankraub spezialisiert hatte. Actiongeladen und mittlerweile ein ziemlicher Kultfilm. Die Macher des Remakes versprechen, die Spannung und Stimmung des Originals erneut zu erreichen und mit neuen Twists und Settings aufzupolieren. Wozu auch immer. Ich glaube hier fest an einen sicheren Flop.

Freitag, 29. April 2011

Thor - Ein Hammer-Film

Ich hatte es geahnt: Ich habe zu lange gezögert und abgewartet, bis mal wieder Zeit für einen Kinobesuch sein würde und kann nun leider meine zwei Favoriten Sucker Punch und Battle L.A. nicht mehr gucken. Als Alternative bot sich Thor an. Ich hatte meine Zweifel. Die Geschichte basiert auf einem Comic aus dem Hause Marvel, der hierzulande eher wenig bekannt ist und erzählt vom nordischen Donnergott Thor, dessen Waffe ein furchteinflößender... Hammer ist. Naja...

Aber: Ich ließ mich von der Tatsache überzeugen, dass Shakespeare-Fan Kenneth Branagh Regie geführt hat und dass Natalie Portman, gerade erst mit dem Oscar geadelt, die weibliche Hauptrolle spielt. Also Kinokarte gekauft, 3D-Brille aufgesetzt (neuerdings wohl Standard bei Filmen mit viel Special Effects und Action) und Thor geguckt.

Worum geht es überhaupt? Also da haben wir König Odin, das Oberhaupt der Asen, die weit draußen im Universum an einem fantastischen Ort leben, von wo aus sie die "Neun Welten" beschützen, zu denen auch unsere Erde, von den Asen "Midgard" genannt, zählt. Er hat zwei Söhne: Loki und Thor. Beide würden gern den Thron besteigen, wenn Odin abdankt und der charismatische Thor soll den Zuschlag erhalten. Doch mitten in seine Inthronisierung platzt ein Angriff der bösen Eisriesen, deren grimmiger König Laufey seit Ewigkeiten nach einem Weg sucht, sich für den Sieg der Asen über die Eisriesen zu rächen. Thor sucht zusammen mit seinen Kampfgefährten die Konfrontation auf der Welt der Eisriesen, und nur Odins rechtzeitiges Eingreifen verhindert schlimmere Verluste, doch kann auch er nicht den Beginn eines neuen Krieges verhindern. Er nimmt Thor sein unüberlegtes Handeln und seine Arroganz dermaßen übel, dass er ihn entmachtet, ihm seinen Hammer wegnimmt (in der Tat eine mächtige, eindrucksvolle Waffe) und ihn auf die Erde verbannt, wo er Buße tun soll, bevor ihm wieder erlaubt wird, nach Hause zurückzukehren. Diese Gelegenheit nutzt sein gerissener Bruder Loki aus und versucht, die Macht im Königreich an sich zu reißen. Auf der Erde ist Thor ziemlich hilflos, doch direkt bei seiner Ankunft läuft er der Wissenschaftlerin Jane (Natalie Portman) über den Weg - oder besser gesagt: in ihr Auto. Sie hilft ihm und weil Thor so verdammt gut aussieht und trotz seiner Eigenheiten extrem charmant ist, kommt es schließlich dazu, dass sie... na ihr könnt es euch denken.

Mehr will ich auch gar nicht ausplaudern. Was soll ich sagen? Ich hatte eine Menge Spaß. Um die Story zu verstehen, muss man weder die Comicvorlage kennen noch Ahnung von der Götterwelt der nordischen Völker haben. Und man sollte nicht so wahnsinnig viel Logik und Tiefsinn erwarten, dann passt es.

Kenneth Branagh hat es gut gemeistert, die shakespeareske Sprache der Asen und deren pompöse Lebensweise auf die eher nüchterne, schlicht-moderne Welt der Menschen prallen zu lassen. Das Design von Asgard ist außerordentlich beeindruckend, dagegen wirken die Szenen im irdischen New Mexico fast ein bisschen blass. Insgesamt bietet der Film alles, was es braucht, um eine Comicadaption mit Blockbusterpotential zu produzieren: Ein paar namhafte Nebendarsteller (Anthony Hopkins als Odin, Stellan Skarsgard als Janes Kollege), tolle Filmsets, ordentlich Krabumm und Powow, gut choreografierte Kämpfe, furchterregende Monster, hübsche Frauen, ein paar nette Oneliner und sogar eine fast ein bisschen ans Herz gehende Bruder-/Vater-Konfliktstory. All dem voran aber hat Thor vor allem eines: einen unglaublich sympathischen Hauptdarsteller mit einem wirklich sehr, sehr, sehr gut gebauten Körper - so sollen Götter aussehen! Er wirkt in seiner Rolle, als sei sie ihm auf den Leib geschrieben worden. Chris Hemsworth ist noch ein Newcomer in Hollywood, doch ich bin mir sicher, dass sich das ändern wird.

Schön ist, dass Thor damit nicht nur die Möglichkeiten einer oder zweier Fortsetzungen offenstehen könnten. Er wird mit diesem Film auch als Teammitglied der Avengers eingeführt, zu denen andere namhafte Comichelden aus dem Hause Marvel zählen, zum Beispiel Iron Man, Captain America und Hulk.

Von mir gibt es 4 von 5 Hämmern - lass' krachen, Thor!

(Bild: imdb.com)

Sonntag, 20. März 2011

Nicht mehr lange: Sucker Punch

Oh Mann, was ich mich auf diesen Film freue! Allein der Trailer ist ein absoluter Hochgenuss und ich glaube, der Film wird im wahrsten Sinne des Wortes "mind-blowing" sein. Ich kann mir nichts anderes als ein großartiges Filmkunstwerk vorstellen und hoffe, dass ich, sobald er in die deutschen Kinos kommt, so schnell wie möglich reingehen kann - und Recht behalte.
Erzählt wird die phantastische Geschichte eines jungen Mädchens namens Babydoll, das gegen seinen Willen in eine psychiatrische Anstalt verschleppt und dort gefangengehalten wird. In ihrer Fantasie jedoch ist sie frei und zu allem fähig. In ihrer eigenen Welt kämpft sie gegen Drachen, Samurai und Soldaten. Realität und Vorstellung beginnen zu verschwimmen und der Schlüssel zur Freiheit liegt dort in jener bizarren Welt. Zusammen mit ihren Mitinsassinnen versucht sie, bestimmte Objekte zu erhalten, die ihnen am Ende die Flucht ermöglichen sollen. Dabei muss jede für sich bestimmen, was sie zu opfern bereit ist, um am Leben zu bleiben...
Regisseur Zack Snyder hat auch schon visuell spektakuläre Werke wie "300" oder "Watchmen" auf die Leinwand gebracht. Sein "Sucker Punch" beschreibt er als "Alice im Wunderland - mit Maschinengewehren". Ich glaube, das sagt alles...
Filmstart Deutschland: 31.03.2011
Bild: cinema.de