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Montag, 25. Oktober 2021

Filmtipp: "Night Teeth" auf Netflix

Frisches Blut! Also im übertragenen Sinne. Endlich mal wieder ein Vampirfilm, der mir gefallen hat, wenn ich mein Fazit gleich an den Anfang meines heutigen Filmtipps setzen darf. "Night Teeth" ist eine der Neuerscheinungen auf Netflix im Horror-Monat Oktober. Ein super stylischer Vampirslasher, der betont modern daherkommt und das nächtliche Los Angeles in einer üppigen Farbenpracht zeigt.

Worum geht's?

Der Student Benny braucht Kohle, also überredet er seinen Bruder Jay, dessen Limousinenservice in der Nacht zu übernehmen. Was Benny nicht weiß: Jay ist der Anführer einer Gruppe von Menschen, die seit langer Zeit dafür sorgen, dass zwischen Vampiren und Menschen eine Art Frieden herrscht. Was Benny zunächst auch nicht weiß, aber schnell erkennen muss: Seine Gäste, zwei attraktive junge Damen, die er zu verschiedenen Locations kutschieren soll, sind Vampirinnen. Diese zwei Mädels morden und trinken sich durch L.A.'s führende Vampirclans, denn sie helfen dem ehrgeizigen Victor, die bestehende Ordnung zu zerstören und ihm an die Spitze der Vampire zu verhelfen, auf dass er zukünftig allein über ganz Los Angeles herrschen kann. Benny beschließt notgedrungen, den zwei Girls zu helfen, um sein eigenes Leben zu retten. Es beginnt ein wilder Ritt durchs neonbunte nächtliche L.A. Ob Benny den bis zum Morgengrauen wohl unbeschadet übersteht?

Mein Eindruck

Ich hatte Spaß mit "Night Teeth". Mir gefielen vor allem die zwei wirklich heißen Vampirgirls Zoë und Blair. Besonders Zoës Style und ihre durchgeknallte Attitude waren mega! Zitat: "Ich bin 200 Jahre alt, da hat man 'ne Schraube locker." Benny ist herrlich naiv und süß, wie er versucht, sich durch all die haarsträubenden Situationen hindurchzulavieren. Nebenbei verguckt er sich auch noch in Blair, was die Sache für ihn nicht einfacher macht.

Bis auf Megan Fox in einer Nebenrolle als verführerische Vampirqueen kannte ich keine*n der Schauspieler*innen, aber sie alle passten gut in ihre Rollen und machten ihre Sache gut. Aber ohne das unglaublich cool in Szene gesetzte L.A. bei Nacht mit seinen vielen leuchtend bunten Lichtern, ohne den perfekt passenden Soundtrack, die tollen Autos und die schön in Szene gesetzten Bilder der einzelnen Settings wäre der Film nur halb so toll geworden - trotz gut choreografierter Actionszenen und passend eingesetzter Visual Effects.

Blair und Zoë im Blutrausch

Wer die Stadt Los Angeles und Vampirgeschichten mag, der kommt bei "Night Teeth" voll auf seine Kosten.

Ich vergebe großzügig 4 von 5 frisch gezapften Blutcocktails.

Freitag, 15. Juni 2012

Dark Shadows

Bildquelle: imdb.com

Ich bin neulich spontan ins Kino gegangen und habe mich für Tim Burtons Dark Shadows mit Johnny Depp entschieden.

Und nun bin ich hin und hergerissen. Meine Erwartungen an diesen Film waren ziemlich hoch. Ich meine: Burton + Depp + Grusel = Genial. Zumindest war das doch sonst immer so. Und der Trailer war ja auch so vielversprechend.


Aber der Film hat leider nur mäßig gehalten, was er versprochen hat. Johnny Depp als skurriler Blutsauger aus einer anderen Zeit wirkte an etlichen Stellen entweder zu albern oder zu wenig authentisch auf mich. Eher zu bemüht. Eva Green als seine hexenhafte Gegenspielerin sah oft nicht böse genug aus bzw. wirkte nicht böse genug. Ihre innere Zerrissenheit, weil sie das alles doch nur getan hat, weil sie Barnabas so sehr begehrt, kommt erst am Ende rüber, als klar ist, wer den Endkampf gewinnt.

Barnabas Familie wird zwar von allen Beteiligten recht ordentlich dargestellt und die komischen Kameraeinstellungen helfen sehr, die bizarre Situation zu unterstreichen. Aber so richtig ins Herz schließen konnte ich keinen von ihnen, nicht mal den kleinen David, der doch eigentlich ein süßer Junge ist. Und dann entpuppt sich eines der Familienmitglieder am Ende noch als Werwolf. Das fand ich dann richtig überflüssig und es hat der Handlung auch nicht genutzt, die hätte auch ohne dieses Gimmick auskommen können. Überhaupt, die Handlung. Die hätte ruhig turbulenter, schneller sein können. Sie verlief aber an vielen Stellen zu lahm und zögerlich.


Ich will nicht verschweigen, dass ich auch an einigen Stellen schmunzeln musste. Da gab es schon ein paar schöne komische Situationen und One-Liner und Depps Gesichtsausdruck war schon auch irgendwie bekloppt-lustig. Bisschen Blut, Grusel und Geister kommen auch vor und werden recht effektvoll in Szene gesetzt.

Nur leider habe ich das Gefühl, dass der Regisseur nicht mit dem Herzen dabei war. Selbst die über den Tod hinaus währende Liebesgeschichte zwischen Barnabas und Viktoria/Josette fühlte sich nicht echt an. Dass ich mit meinen persönlichen Eindrücken nicht alleine dastehe, zeigen zum Beispiel auch die Bewertungen und Rezensionen auf imdb.com.

Tja. Kann passieren. Einen einmaligen Ausrutscher verzeihe ich dem Burton-Depp-Gespann. Will hoffen, dass es bei diesem einen Patzer bleibt.

Freitag, 16. März 2012

Erster Trailer zu "Dark Shadows" - der neue Burton-Depp-Geniestreich

Zugegeben, man muss die Art und Weise mögen, auf die Tim Burton und sein Lieblingsschauspieler Johnny Depp Filme machen. Und man sollte kein Problem damit haben, dass sexy Depp seine Attraktivität einmal mehr hinter einer dicken Maske aus Make-up-Pampe versteckt.Wenn euch das also zusagt, dann hab ich was Schönes gefunden.
Moviereporter.de hat den ersten Trailer zum Vampirfilm "Dark Shadows" veröffentlicht. Ja, Johnny Depp spielt hier einen Vampir namens Barnabas, der einst von einer Hexe verflucht und dann lange Zeit in einem Sarg verbannt wurde, bevor er 1972 befreit wird und zu den Nachkommen seiner Familie zurückkehrt.
Wer hier blutrünstiges Spannungskino erwartet, ist ebenso falsch wie die, die sich Johnny als Twilight-Glitzer-Kuschelvampir erhoffen. Nein, dies ist ein Tim-Burton-Film. Burton, das ist der, der eigentlich fast immer total schräge, abgefahrene Geschichten verfilmt. Von ihm stammen solche Meisterwerke wie "Edward mit den Scherenhänden", "Big Fish", "Sweeney Todd" oder "Sleepy Hollow". Düster? Ja. Gruselig? Sicher, zumindest streckenweise. Klischee? Definitiv nein. Es sei denn, man nennt es das Burton-Klischee! :-)
Der Trailer ist total schräg, er hat einen tollen 70er Soundtrack, die Figuren scheinen alle äußerst skurril zu sein und Depp strahlt einfach!
(Bild: imdb.com)

Donnerstag, 28. April 2011

Fright Night kriegt ein Remake

Fright Night - Die rabenschwarze Nacht ist einer meiner liebsten Vampirfilme. Es ist eigentlich eine Komödie, aber dennoch enthält der Film genug Grusel- und Schockmomente sowie ausreichend Filmblut, um zu Recht dem Horrorgenre zugeordnet zu werden.

Erzählt wird die Geschichte von dem Teenager Charlie Brewster, der herausfindet, dass sein neuer Nachbar in Wahrheit ein frauenmordender Vampir ist. Leider kriegt der Vampir schon bald mit, dass Charlie sein Geheimnis kennt...

Dieser tolle Film aus dem Jahre 1985 kriegt nun ein Remake. Einen ersten Trailer kann man sich schon auf YouTube ansehen. Die Rolle des Charlie spielt jetzt ein junger Mann namens Anton Yelchin, ein 22jähriger gebürtiger Russe, dessen Filmografie noch nicht allzu lang, aber fein ist. Es stehen auch ein paar interessante neue Projekte auf seiner Liste, zum Beispiel wird er in einem weiteren Star Trek Sequel die Rolle des Pavel Chekov übernehmen. Der vampirische Nachbar Jerry Dandridge wird von Colin Farrell verkörpert. Der hat ja schon einige große Rollen gespielt, ein Vampir gehörte bisher noch nicht zu seinem Repertoire.

Ich weiß noch nicht, ob ich es gut oder schlecht finden soll, dass mein geliebtes Fright Night neuverfilmt worden ist. Grundsätzlich habe ich nichts gegen Remakes, wenn sie es schaffen, mich genauso zu verzaubern wie das Original und diesem noch eine gewisse neue Note hinzufügen. Ob diese Verfilmung es schaffen wird, den Zauber des Originals neu zu erfinden? Wir werden sehen. Der Filmstart in Deutschland ist für November 2011 vorgesehen.

Mittwoch, 6. April 2011

Blutleere Langeweile: Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen

Neulich abends lief Twighlight - Bis(s) zum Morgengrauen im Fernsehen. Es ist der erste Teil dieser weltberühmten Vampirsaga und ich schaute ihn mir an mit dem Ziel, den Hype um diese Story zu verstehen. Ist mir nicht gelungen.


Wahrscheinlich muss man voher wirklich die Bücher gelesen und gut gefunden haben, um mit der Verfilmung von Twilight etwas anfangen zu können. Mein Fehler. Und trotzdem: Eine Literaturverfilmung verdichtet ja im Grunde genommen die ausführlich beschriebene Geschichte in Druckform auf eine gute 120 Minuten dauernde Leinwandfassung, insofern sollten alle Längen und unnötigen Hintergrunddetails entfallen. Wenn aber schon das filmische Extrakt für meinen Geschmack so öde daherkommt, wie langatmig muss dann erst das Buch sein? Oft kriege ich nach dem Anschauen einer Literaturverfilmung Lust, das Buch zu lesen. Das war hier definitiv nicht der Fall.


Hier ein paar Gründe, die es mir unmöglich machen, Twighlight zu mögen:


Langeweile. Mal abgesehen davon, dass ich schon nach der dritten Nahaufnahme von Edwards Schmachtblick genervt war, kam wirklich ewig lange so gar keine Stimmung oder Spannung auf. Ein Hin- und Hergeeier vom anfänglichen gegenseitigen Nicht-Mögen über ständiges Hin-und-wieder-Weggucken-wenn-der-andere-guckt bis zum plötzlichen Ewige-Liebe-Geständnis. Wenn dann endlich diese drei anderen Vampire auf das "Baseballfeld" kommen und man denkt, juhu, endlich passiert mal was, wird da auch wieder schnell die Luft rausgenommen. Es gibt eigentlich nur die Kampfszene in der Tanzschule am Ende des Films, davor kommt nullkommanix.


Glaubwürdigkeit. Die kluge Bella erkannte superschnell, dass es sich bei dem jungen Mann mit der Haartolle, der immer, wenn die Sonne schien, nicht zur Schule ging, um nix Anderes als einen Vampir handeln konnte. Ist ja auch allgemein anerkannte Wahrheit, dass es Vampire gibt, also fallen die nicht durchs Ausschlussverfahren bei der Suche nach Antworten. Ebenso unglaubwürdig empfand ich das Verhalten von Edward's "Familie". Sie waren alle so nett, verständnisvoll und so Everybody's Darling, das "beißt" sich einfach mit meiner persönlichen Vorstellung von "richtigen" Vampiren.


Albern. Als Edward Bella zeigen wollte, was mit ihm bei Sonnenlicht passiert, hoffte ich auf wenigstens einen kleinen Gruseleffekt, wurde aber enttäuscht: Keine Runzelfalten, keine Rauchentwicklung, keine Verwandlung - der arme Edward funkelt und glitzert einfach nur golden. Ja, das war wirklich furchterregend...


Blutmangel. Da war keins. Kein Blut. Es wurde jedenfalls nicht gezeigt. Außer der kleinen Bisswunde an Bellas Handgelenk (oder wo der böse Vampir sie erwischt hatte) am Schluss war da nichts. Edward und sein Clan trinken nur Tierblut und gelten deshalb als "Vegetarier" unter ihresgleichen, ständig beherrschen sie sich und verdrängen ihre wahre Natur. Wenn die drei fremden Vampire mal einen Menschen angreifen, wird weggeblendet und hinterher heißt es nur "wurde übel zugerichtet, muss ein wildes Tier gewesen sein". Schade, wahrscheinlich ging es nicht anders, um die niedrige Altersfreigabe des Films nicht zu gefährden. Es ging aber zu Lasten der Story. Ein Vampirfilm ohne Blut? Also echt mal!


Ich kann die durchschnittliche Bewertung der Zuschauer auf imdb.com nachvollziehen, mehr hätte der Film auch von mir nicht bekommen.


(Bild: imdb.com)